Semesterbeginn
Uni und ETH Zürich verzeichnen mehr Studierende

Die Studierendenzahlen wachsen weiter. Gross sind die Zuwächse bei den Humanmedizinern, weil hier mehr Studienplätze zur Verfügung stehen

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An der ETH Zürich starten erstmals über 20 000 Studierende ins Herbstsemester.

An der ETH Zürich starten erstmals über 20 000 Studierende ins Herbstsemester.

Keystone

An der Universität Zürich starten in diesen Tagen 26 400 Studierende ins Herbstsemester – 150 mehr als im vergangenen Jahr. Ein besonders grosses und auch beabsichtigtes Wachstum verzeichnet das Medizinstudium. 3380 Studierende lassen sich derzeit in Zürich zu Medizinern ausbilden. Für Erstsemestler stehen ab diesem Semester erstmals 372 Plätze im Bachelorstudium Humanmedizin einschliesslich Chiropraktik zur Verfügung. Das sind 72 mehr als im Vorjahr.

Als grösste Hochschule für Medizin wolle sich die Uni Zürich tatkräftig gegen den Ärztemangel in der Schweiz einsetzen, teilte diese mit. Deshalb bilde man neu einen Viertel mehr Ärzte aus. Von den 372 Plätzen entfallen 40 Plätze auf den sogenannten «Luzerner Track» und weitere 40 Plätze auf den «St. Galler Track». Das heisst, dass diese Studierenden nach ihrem Bachelorabschluss für die klinische Ausbildung nach Luzern oder St. Gallen wechseln. Diese Partner-Unis führen die Masterstudiengänge ab dem Herbstsemester 2020 gemeinsam mit der Uni Zürich durch.

Pädagogische Hochschule: Neuer Rekord

An der Pädagogischen Hochschule Zürich (PH ) starten am Montag 1178 Studierende ihre Ausbildung. Die Gesamtzahl der Studierenden steigt damit auf 3677, was einen neuen Höchststand bedeutet. Die Gesamtzahl der neu startenden Studierenden ist im Vergleich zum Vorjahr um rund fünf Prozent gestiegen. Seit dem Einzug der PH Zürich in ihren neuen Campus an der Europaallee vor fünf Jahren nahm die Gesamtzahl um rund 50 Prozent zu. Der Frauenanteil liegt über alle Studiengänge hinweg im Durchschnitt bei 70 Prozent. (sda)

Um den Ärztemangel in der Schweiz zu beheben, hatte das Bundesparlament im vergangenen Jahr 100 Millionen Franken für zusätzliche Ausbildungsplätze bewilligt. Neben der Uni Zürich stellen deshalb auch andere Schulen mehr Ausbildungsplätze für Mediziner zur Verfügung.
Die Universität Freiburg bietet ab 2019 zusätzlich zu ihrem Bachelor- auch einen Masterstudiengang an. Auch die Tessiner Università della Svizzera italiana wird ab 2020 einen Studiengang auf Stufe Master eröffnen. Weiter beteiligen sich künftig auch die beiden ETHs an der Humanmedizinausbildung.

33,7 Prozent Frauen an ETH

An der ETH Zürich nehmen am nächsten Montag erstmals über 20 000 Studierende das Herbstsemester in Angriff. Einen Beitrag zur gestiegenen Studierendenzahl leisten die beiden neuen Studiengänge Humanmedizin auf der Bachelorstufe und «Data Science» auf der Masterstufe.

Die Zahl der Studienanfänger, die sich für einen der 23 Bachelorstudiengänge immatrikuliert haben, steigt im Vergleich zum Vorjahr um rund 6 Prozent. Ihre erste Vorlesung an der ETH Zürich werden am Montag 3016 Bachelorstudierende besuchen.

Der Frauenanteil bei den Neueintritten von Bachelorstudierenden bleibt mit 33,7 Prozent praktisch stabil. 12,8 Prozent der Neueintretenden sind ausländische Studierende mit einer ausländischen Hochschulzugangsberechtigung. Dieser Anteil hat sich leicht
erhöht (Vorjahr: 11,9 Prozent). Ganz besonders im Fokus stehen jene 100 Studierenden, die den neuen Bachelorstudiengang in Humanmedizin beginnen. Dieser unterliegt als einziger an der ETH Zürich dem Numerus clausus. (sda)