Zürich
Uni stellt Hilfe für Studierenden in finanzieller Not bereit – maximal 6000 Franken zur Unterstützung

Die Hochschule hat für die Nothilfe in einem ersten Schritt 30'0000 Franken bereit gestellt.

Drucken
Teilen
Die Pandemie-Nothilfe der Universität Zürich unterstützt Studierende, wenn sie ihren Lebensunterhalt wegen der Corona-Krise nicht mehr finanzieren können.

Die Pandemie-Nothilfe der Universität Zürich unterstützt Studierende, wenn sie ihren Lebensunterhalt wegen der Corona-Krise nicht mehr finanzieren können.

KEYSTONE/PETRA OROSZ

Die Coronapandemie kann auch Studentinnen und Studenten wegen Jobverlust in finanzielle Bedrängnis bringen. Die Universität Zürich hat deshalb eine Pandemie-Nothilfe eingerichtet und unterstützt Studierende in akuter Geldnot mit bis zu 6000 Franken.

Seit Beginn des Lockdowns habe die Universität zunehmend Anfragen bekommen von Studierenden in finanziellen Nöten, sagte Brigitte Ortega, Leiterin der Fachstelle Studienfinanzierung der Uni, am Freitag gegenüber dem Regionaljournal Zürich Schaffhausen von Radio SRF. Betroffen sind Studierende, die ihr Studium mit einer Arbeit finanzieren oder mitfinanzieren.

Häufig würden die Betroffenen in Branchen arbeiten, die nach wie vor unter dem Lockdown leiden, schreibt die Universität auf ihrer Website zum neuen Hilfsangebot. Die Einkünfte aus ihren Nebenjobs seien teilweise oder ganz weggefallen. «Studierende, die dann nicht auf familiäre oder anderweitige finanzielle Unterstützung zurückgreifen können, geraten schnell in eine finanzielle Notlage», wird Ortega auf der Uni-Homepage zitiert.

Mit der Pandemie-Nothilfe will die Uni diesen Studierenden nun möglichst rasch unter die Arme greifen. Betroffene erhalten auf Antrag einen Betrag von 1000 bis maximal 6000 Franken. Die Unterstützung ist beschränkt auf das laufende Semester. Finanzielle Hilfe bis zu 3000 Franken muss nicht zurückbezahlt werden. Was darüber hinausgeht, gilt als zinsloses Darlehen. Dieses müssen die Studierenden innert zweier Jahre nach Studienabschluss zurückbezahlen. Die Universität hat für die Nothilfe in einem ersten Schritt 300'000 Franken bereit gestellt. Bei der Budgetierung blickt sie auf Erfahrungen der Universität Genf, die ein ähnliches Angebot bereits zu einem früheren Zeitpunkt lancierte. Dort beantragen bisher um die 300 Studierende eine finanzielle Hilfe.

Die Zürcher Uni-Studentinnen und -Studenten können die Nothilfe direkt auf der Website der Uni-Fachstelle für Studienfinanzierung beantragen. Dabei müssen sie nachweisen, dass sie sich aufgrund der Corona-Pandemie in einer Notsituation befinden. Das ist etwa der Fall, wenn sie die Miete oder ihre Gesundheitskosten nicht mehr bezahlen können oder ihnen das Geld für den minimalen Lebensunterhalt fehlt. Die Universität verspricht schnell zu helfen. Die Antragsteller könnten maximal nach sieben Tage mit einem Bescheid rechnen, heisst es auf der Uni-Homepage.