Das Universitätsspital geniesse im Rahmen der Gesetzgebung wie alle anderen Spitäler unternehmerische Freiheit, schreibt der Regierungsrat auf eine dringliche Anfrage von SP, Grüne und EVP aus dem Kantonsrat. Gerade auch wegen der Forschungs- und Lehraufträge müsse das USZ ein ausreichendes Patientenaufkommen sichern können.

Man plane am Flughafen Zürich aber nicht in erster Linie Wachstum und Expansion, sondern eine Verlagerung von Leistungsangeboten, betont der Regierungsrat. Dies sei notwendig, um die Leistungsaufträge trotz der räumlichen Probleme am Hauptstandort in der Stadt Zürich erfüllen zu können.

Der Regierungsrat weist darauf hin, dass das Universitätsspital - im Gegensatz zu vielen Zürcher Listenspitälern - in den letzten 20 Jahren baulich nicht erweitert werden konnte. Das USZ kämpfe seit Jahren mit grosser Raumnot in weitgehend überalterter Bausubstanz.

Blockierte Gesamterneuerung des USZ

Wegen der von der Stadt verweigerten Baubewilligung für das Provisorium "Modulbau" im Park am Hauptstandort sei man nicht einmal in der Lage, Ersatzflächen für die zwei baupolizeilich befristeten und abzureissenden Spitalbauten zu schaffen. Die Stadt begründet die Ablehnung des Baugesuchs mit denkmalpflegerischen Argumenten.

Wegen der drohenden Schliessung dieser Gebäudeteile und aufgrund der räumlichen Situation werde es immer schwieriger, den Leistungsauftrag zu erfüllen, schreibt der Regierungsrat und weist auf die Aufgabe des Spitals als Weiterbildungsstätte hin. Das USZ müsse mit dem Markt wachsen können, sonst könne es der zunehmenden Anzahl auszubildender Ärzte nicht mehr gerecht werden.

In seiner Antwort betont der Regierungsrat aber auch, dass die Spitäler der Region rund um den Flughafen die ihnen vom Kanton erteilten Leistungsaufträge erfüllten. Es liege kein Pflichtversäumnis vor.

Die Verlagerung des USZ an den Flughafen beruhe auf unternehmerischen Überlegungen. Die Region Zürich/Nord zähle zu den dynamischsten Gebieten im Kanton. (sda)