Kinderunfall-Statistik 2016
Unfälle auf Fussgängerstreifen in Zürich nehmen zu

Im vergangenen Jahr sind auf Stadtzürcher Strassen 55 Kinder verunfallt. Über die Jahre betrachtet ist die Zahl der verunfallten Kinder zwar relativ stabil. Deutlich zugenommen haben jedoch Unfälle auf Fussgängerstreifen, an denen die Kinder keine Schuld tragen.

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55 Kinder verunfallten letztes Jahr auf Stadtzürcher Strassen. Dies ergab die Kinderunfall-Statistik der Stadtpolizei Zürich. (Symbolbild)

55 Kinder verunfallten letztes Jahr auf Stadtzürcher Strassen. Dies ergab die Kinderunfall-Statistik der Stadtpolizei Zürich. (Symbolbild)

Christoph Neuenschwander

Die Stadtpolizei Zürich publizierte am Mittwoch die Kinderunfall-Statistik. Darin werden all jene Unfälle aufgeführt, an denen Kinder von bis zu 14 Jahren direkt beteiligt sind, also als Fussgänger, mit dem Velo oder mit einem Trottinett.

Nicht in dieser Statistik aufgeführt sind all jene Unfälle, bei denen Kinder als Mitfahrer in einem Auto sassen.

Die Zahlen zeigen, dass im vergangenen Jahr 55 Kinder verunfallten. Das ist eines mehr als im Jahr 2015. Bei 27 Unfällen waren die Knaben und Mädchen zu Fuss unterwegs, bei 18 Unfällen mit dem Velo und bei 10 Unfällen mit einem so genannt "fahrzeugähnlichen Gefährt", also etwa mit einem Trottinett oder einem Skateboard. In 19 Fällen waren die Kinder auf dem Schulweg.

Gemäss Polizeiangaben ist auffallend, dass vor allem bei den Fussgängerunfällen viele Unfälle unverschuldet sind. So wurden im vergangenen Jahr 11 Kinder auf dem Fussgängerstreifen angefahren. Über die Schwere der Verletzungen macht die Statistik keine Angaben.

Knaben verunfallen häufiger

Auffallend ist auch, dass Knaben viel häufiger verunfallen als Mädchen. Von den im vergangenen Jahr 55 verunfallten Kindern waren 36 Knaben und nur 19 Mädchen. Gross ist der Unterschied zwischen den Geschlechtern vor allem bei den Velo- und Trottinettunfällen.