Zürich

Unerwartet wenig Rekurse gegen das beschleunigte Asylverfahren

Bei den beschleunigten Verfahren gab es deutlich weniger Rekurse als erwartet (Symbolbild).

Bei den beschleunigten Verfahren gab es deutlich weniger Rekurse als erwartet (Symbolbild).

Nach fünf Monaten Testbetrieb der beschleunigten Asylverfahren in Zürich, liegt die Rekursquote unter 10 Prozent. Dies bestätigt die stellvertretende Direktorin des Bundesamtes für Migration, Barbara Büschi.

Die unentgeltliche und staatlich finanzierte Rechtsvertretung für Asylsuchende hat nicht zur erwarteten Rekursflut geführt. Nach fünf Monaten Testbetrieb der beschleunigten Asylverfahren in Zürich Altstetten liegt die Rekursquote unter 10 Prozent, wie Barbara Büschi, stellvertretende Direktorin des Bundesamtes für Migration, gegenüber «10vor10» bestätigt.

Bis heute seien gerade mal 20 Beschwerden aus dem Testzentrum an das Bundesverwaltungsgericht weitergezogen worden. Kritiker gingen im Vorfeld von einer Rekursquote von gegen 90 Prozent aus.

Im mit aktuell 330 Asylbewerbern voll belegten Asylzentrum auf dem Juch-Areal testet der Bund seit Anfang Jahr beschleunigte Asylverfahren. Laut Büschi sehe es so aus, als ob man das Ziel, die Verfahren auf 140 Tage zu beschränken und pro Jahr rund 1300 Verfahren durchzuführen, erreichen könne.

Die tiefe Rekursquote führt Büschi auf zwei Dinge zurück: So erlaube es die Rechtsberatung den Asylsuchenden, stets umfassend informiert zu sein, zudem könne sie die Erfolgschancen einer Beschwerde besser einschätzen.

Das Bundesverwaltungsgericht zeigt sich ob der tiefen Zahlen überrascht. Laut Gerichtspräsident Markus Metz habe man sich auf deutlich mehr Rekurse vorbereitet. (rue)

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