Am Montagnachmittag meldeten Schmuckhändler der Stadtpolizei Zürich, dass sie von Unbekannten beim Diamantenverkauf betrogen worden seien. Sie erklärten, dass sie vor einiger Zeit via Vermittler telefonisch mit Diamantenkäufern aus Italien in Kontakt getreten seien, wie die Stadtpolizei Zürich mitteilt.

Zur Abwicklung des Verkaufs habe man sich für Montagnachmittag in Zürich verabredet. Es sei festgelegt worden, dass man sich zunächst in einem Geschäft in Zürich treffe und danach in ein Hotel gehe, um dort das Finanzielle zu regeln. Am Schluss sollte die Übergabe der Diamanten wieder in dem Geschäft erfolgen.

Wie abgemacht erschienen zwei Käufer im Geschäft. Danach begab man sich in einen gemieteten Konferenzraum eines Hotels in Zürich. Die Käufer nahmen dort den vereinbarten Geldbetrag von mehreren hunderttausend Franken aus der Schublade eines grösseren Holzmöbels. So konnten die Schmuckhändler die Vollständigkeit und Echtheit des Geldes überprüfen.

Verwandlung im Holzmöbel

Nachher wurde das Geld aus Sicherheitsgründen wieder in das Holzmöbel zurückgelegt. Dort wurde es dann auf mysteriöse Art und Weise in wertlose Papierscheine umgewandelt. Vor dem Verlassen des Hotels wurde das „Geld" von den Unbekannten fein säuberlich vor den Augen der Schmuckhändler in einen Koffer gepackt, ehe man gemeinsam wieder in das Geschäft zurückkehrte.

Im Laden überprüften die Betrüger die Diamanten, packten sie ein und händigten den Schmuckhändlern den „Geldkoffer" aus. Umgehend verliessen sie dann das Geschäft. Als die Schmuckhändler bemerkten, dass sich im Koffer nur wertloses Papier befand, waren die Betrüger bereits über alle Berge.