Energieversorgung
Umweltfreundlich: Spital heizt und kühlt mit Zürichseewasser

Seit November nutzt das Spital Männedorf Zürichseewasser zum Heizen und Kühlen des Behandlungstraktes. Der bisherige Testbetrieb verlaufe störungsfrei, teilte das Spital am Dienstag mit. Die Anlage wird stufenweise ausgebaut.

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Die Züriseewasser-Anlage leiste einen wesentlichen Beitrag zur Reduktion der CO2-Emissionen.

Die Züriseewasser-Anlage leiste einen wesentlichen Beitrag zur Reduktion der CO2-Emissionen.

Keystone

Der Transport des Zürichseewassers erfolgt über ein System von Ringleitungen, die mit einer Wärmepumpe und einem Wärmetauscher gekoppelt sind. Je nach Bedarf kann für das Heizen und Kühlen im Spital dem See Wärme entzogen oder zugeführt werden, ohne die Qualität des Seewassers zu beeinträchtigen.

Genutzt wird das Seewasser als Energiequelle vorerst für den Behandlungstrakt. Im Endausbau, der über mehrere Stufen erfolgt, soll das ganze Spital mittels Seewasser beheizt oder gekühlt werden.

Die Anlage leiste einen wesentlichen Beitrag zur Reduktion der CO2-Emissionen, heisst es in der Mitteilung. Nach der vollständigen Umstellung wird eine Reduktion von gegen 440 Tonnen CO2 erwartet.

Die spitalinternen Infrastrukturen wurden vom Spital finanziert. Für den Erweiterungsbau beim Wasserpumpwerk an der Seestrasse und die Wasserzuführung hatte die Gemeindeversammlung 2009 einen Kredit von 1,2 Millionen Franken bewilligt. Die Amortisation erfolgt unter anderem über Einsparungen beim Öl und Erdgas.