Zürich
Umwelt in der Stadt Zürich in gutem Zustand

Die Umwelt in der Stadt Zürich ist in einem guten Zustand. Zu diesem Schluss kommt der Umweltbericht 2011. Trotzdem gebe es immer noch Bereiche, die verbessert werden müssten.

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Limmattaler Zeitung

Die hohe Umweltqualität macht die Stadt Zürich zusammen mit weiteren Standortfaktoren als Wohn- und Arbeitsort attraktiv, wie es weiter heisst. Das Wachstum hat aber auch negative Folgen für die Umwelt: So würden mehr Flächen verbaut, es gebe mehr Verkehr und der Energieverbrauch nehme weiter zu.

In Zukunft heisse Umweltschutz nicht nur Technik, sondern auch Sparen, wird Stadträtin Claudia Nielsen im Vorwort des Umweltberichts 2011 zitiert.

Dank technischem Fortschritt wurden in den letzten zwei Jahrzehnten Umweltbelastungen deutlich reduziert. Doch wer Benzin oder Wasser einspare, handle noch zukunftsorientierter. Umweltschutz bleibe eine Daueraufgabe, Handlungsbedarf sei nach wie vor gegeben.

140'000 Stadtzürcher leiden unter Lärm

Grossen Handlungsbedarf gibt es gemäss Umweltbericht vor allem bei Klima, Luft und Lärm. So seien die Grenzwerte von Stickstoffdioxid, Feinstaub und Ozon immer noch deutlich überschritten. Hauptquellen für die Luftbelastung sind der Strassenverkehr, die Feuerungsanlagen und das Baugewerbe. Hier seien zusätzliche Massnahmen nötig.

Auch bei der Lärmbelastung müssten die Massnahmen weiter vorangetrieben werden. Unter Strassenlärm leiden in der Stadt Zürich rund 140'000 Menschen.

Der CO2-Ausstoss hat auf dem Stadtgebiet abgenommen. Dies wegen des vermehrten Einsatzes von Erdgas und Fernwärme. Ein nachhaltiges Niveau sei aber noch weit entfernt, heisst es im Bericht.

Besser sieht es beim Boden, bei der Natur und beim Wasser aus. Dort ortet der Bericht mittleren Handlungsbedarf. Nur geringer Handlungsbedarf gilt für Abfall, Radioaktivität, Elektrosmog und Licht. (sda)