Theaterbetrieb und Theaterliegenschaft müssten unterschiedlich behandelt werden, schreibt der Stadtrat in einer Mitteilung vom Freitag. Die Liegenschaft will er vorerst im Eigentum der Stadt belassen. Geklärt werden müssten erst die Chancen und Möglichkeiten eines neuen Hotels mit Kongressinfrastruktur und Theater.

Den Auftrag zur Übergabe des Theaters an eine gemeinnützige Trägerschaft erhielt der Stadtrat durch eine Motion, die im Juni 2013 überwiesen wurde. Das Theater erhielte laut Stadtrat durch die Auslagerung "einen grösseren Handlungsspielraum in gestalterischen und verkaufstechnischen Belangen". Zudem würden die Chancen beim Fundraising verbessert.

Als Rechtsform empfiehlt der Stadtrat eine gemeinnützige Aktiengesellschaft. Diese sei auch für das Opernhaus Zürich, das Schauspielhaus Zürich und das Theater am Neumarkt gewählt worden. Die Verbindlichkeiten und Zuständigkeiten könnten am klarsten geregelt werden.

Planungssicherheit durch mehrjährigen Subventionsvertrag

Für die Auslagerung des Theaterbetriebs sei ein klarer kultureller Auftrag im Rahmen einer Leistungsvereinbarung nötig. Mit einem mehrjährigen Subventionsvertrag müsse die finanzielle Planungssicherheit geschaffen werden. Zudem sei die Nutzbarkeit der Theaterliegenschaft und der technischen Infrastruktur sicherzustellen.

Die anstehenden Instandhaltungsarbeiten der Liegenschaft sind laut Stadtrat "mit einigem Finanzbedarf" verbunden. Deshalb werde gegenwärtig untersucht, ob und wie ein allfälliger Neubau eines Hotels mit Kongressinfrastruktur und Theater auf dem Gelände der bestehenden Theaterliegenschaft realisiert und finanziert werden könnte.

Der Stadtrat empfiehlt, erst nach Abschluss der Vorstudie darüber zu entscheiden, ob für die Liegenschaft auch eine neue Trägerschaft gegründet werden soll. Dem Gemeindeparlament beantragt der Stadtrat, die Frist zur Umsetzung der Motion von anderthalb auf zweieinhalb Jahre zu verlängern.