Der IZRS wollte seine Konferenz "Longing for Peace" ("Sehnsucht nach Frieden") ursprünglich im World Trade Center in Zürich-Oerlikon abhalten. Nach Medienberichten über angeblich radikale Redner erteilte die Besitzerin, die kantonale Pensionskasse BVK, den Organisatoren am Montag eine Abfuhr und entschied, dass der Anlass nicht durchgeführt werden darf.

Von einem gezielten Versuch, die grösste islamische Veranstaltung in der Schweiz zu verhindern, sprach IZRS-Präsident Nicolas Blancho an einer Medienkonferenz am Freitag in einem Zürcher Hotel.

Die Schweizer Bevölkerung werde den Muslimen gegenüber zusehends intoleranter, es würden deren Grundrechte beschnitten, kritisierte Blancho. Der IZRS lasse sich seine Friedenskonferenz aber nicht verbieten, sagte Generalsekretärin Ferah Ulucay. Der Zentralrat halte diese nun dort ab, wo man frei denken und sprechen könne.

Die Konferenz "Longing for Peace", zu der gemäss früheren Angaben in Oerlikon rund 1000 Besucher erwartet wurden, wird jetzt in Istanbul durchgeführt. Der IZRS will 100 Gratisflüge verlosen. Der Anlass wird zudem live im Internet übertragen.

Der Zürcher Sicherheitsdirektor Mario Fehr (SP), der den in Oerlikon geplanten Grossanlass heftig kritisiert hatte, zeigte sich gegenüber Radio 1 erleichtert: Solche Islamistenkongresse würden am besten wohl gar nicht stattfinden, sagte Fehr. Und wenn doch, "dann bitte nicht in Zürich." 

Wie "20min" berichtet, störe es Fehr nicht, wenn der Kongress nun einfach per Internet in die Schweiz übertragen werde. So sagt Fehr: "Mir ist egal, was im Internet live gestreamt wird."