Damit erhalten über 80 Personen Recht, die beim Bundesgericht Beschwerde gegen das Projekt eingereicht hatten. Die Bausektion der Stadt Zürich hatte im Januar 2013 die Baubewilligung erteilt. Sowohl das Baurekursgericht, als auch das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich wiesen die Rekurse, beziehungsweise die Beschwerden, dagegen ab.

Das Bundesgericht kommt in seinem am Freitag publizierten Urteil zum Schluss, dass sich der Bau in keiner Weise in das Ortsbild eingliedere. Es bestehe auch keine Beziehung zur baulichen oder landschaftlichen Umgebung. Das Projekt falle klar aus dem Rahmen der in der Umgebung üblichen Bauten.

Dies widerspricht den Bestimmungen des Zürcher Planungs- und Baugesetzes. Dieses erlaubt bei Arealüberbauungen wie dem Projekt "Ringling", dass insbesondere bei den Bestimmungen zur maximal zulässigen Geschosszahl und zur Ausnützung im Vergleich zu gewöhnlichen Bauten abgewichen werden darf.

Im Gegenzug werden jedoch besondere Anforderungen an die Gestaltung und Einordnung gestellt, die über das bei Regelbauten geltende Masse hinaus gehen.

Das Bundesgericht stützt die Kritik der Beschwerdeführer. Diese monierten, das Projekt erdrücke die bestehende Siedlung und nehme auf diese keine Rücksicht. Es handle sich um eine grossvolumige, geschlossene und verbundene Bebauung. Die Umgebung sei jedoch kleinteilig, offen und unterbrochen.

277 Wohnungen geplant

Das Projekt sieht auf einer Fläche von rund 30'000 Quadratmetern eine ringförmige Wohnsiedlung mit Innenhof vor. Das als "Ringling" bezeichnete Gebäude soll eine ununterbrochene Fassadenlänge von rund 650 Metern aufweisen. Die geplante Höhe beträgt zwischen 18 und 25 Metern.

Neben 277 Wohnungen beinhaltet das Vorhaben einen Quartier- und Jugendtreff, einen Kindergarten und -hort, einen Laden und einen Quartierplatz.

Das Land gehört der Stadt Zürich. Es wurde der Baugenossenschaft Sonnengarten, der Gemeinnützigen Bau- und Mietergenossenschaft und der Stiftung Alterswohnungen der Stadt Zürich im Baurecht übertragen.