Die Kosten für die Instandsetzung und den Umbau des alten Kongresshauses und der Tonhalle am See sollen 165 Millionen Franken kosten. Nötig sind vor allem Arbeiten an der Gebäudehülle, der Gebäudetechnik und an der Tragstruktur. Auch Erdbebensicherheit, Fluchtwege und Brandschutz sind längst nicht mehr zeitgemäss.

Mit dem geplanten Umbauprojekt soll das ganze Gebäude-Ensemble aber auch lichter und moderner werden. Der Panoramasaal im Obergeschoss soll abgebrochen werden, was den Besuchern einen freien Blick auf See und Berge erlauben würde.

Auf der frei werdenden Fläche ist ein öffentliches Restaurant mit Terrasse geplant, so dass die Bevölkerung einen neuen, innerstädtischen Ort zum Verweilen erhält.

Weitere knapp 73 Millionen sollen in die Entschuldung der heutigen Trägerschaft investiert werden. Im Gegenzug soll die Stadt den Boden erhalten, auf dem die Gebäudegruppe steht. Die Kongresshaus-Stiftung soll zudem zu einer öffentlich-rechtlichen Stiftung werden.

Umbau bis 2020

Sagt das Volk Ja zu den Plänen, sollen das neue Kongresshaus und die neue Tonhalle 2020 wieder bezugsbereit sein. Das Tonhalle-Orchester musiziert in dieser Zeit in einem Provisorium in der Maag-Halle beim Escher-Wyss-Platz. Der Kongresshausbetrieb wird für die Zeit der Bauarbeiten allerdings eingestellt. Ein Provisorium würde sich nach Angaben der Stadt nicht lohnen.

Das bisherige Kongresshaus wird umgebaut, weil alle bisherigen Pläne für ein neues Kongresszentrum gescheitert sind. 2001 stand das Thema erstmals zur Debatte. 2008 schickte das Stimmvolk ein Projekt für einen Neubau anstelle des heutigen Kongresshauses bachab. Danach folgte eine jahrelange Suche nach einem Alternativ-Standort, die schliesslich ergebnislos abgebrochen wurde.