Die Konferenz stand unter der Leitung von Bildungsdirektorin Silvia Steiner (CVP) und Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh (FDP). Mit den Regierungsrätinnen diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Bildung die Frage: Wie kann die Durchlässigkeit des Bildungssystems noch besser genutzt werden, um qualifizierten Nachwuchs zu gewinnen?

Im "Massnahmenpapier Konferenz Berufsbildung 2015" wurden drei Handlungsfelder festgehalten, wie es in einer gemeinsamen Mitteilung der beiden Direktionen vom Dienstag heisst.

Das erste Feld thematisiert die Förderung von Übertritten. So sollen zum Beispiel Branchen und Organisationen unterstützt werden, die eine berufliche Grundbildung für Gymnasiasten und Gymnasiastinnen anbieten. Ausserdem soll geprüft werden, ob Lernende aus anspruchsvollen gewerblich-industriellen Berufen ohne Prüfung in eine Berufsmaturitätsschule eintreten können.

Begabte besser fördern

Das zweite Feld widmet sich dem Ausschöpfen der Begabungsreserven. Begabte Jugendliche mit einem Migrationshintergrund oder aus benachteiligten sozialen Schichten sollen ihr Potential besser nutzen können, heisst es weiter. Sie sollen mit berufsvorbereitenden Angeboten noch besser gefördert werden.

Ausserdem soll der Übertritt von einer zwei- in eine drei- oder vierjährige berufliche Grundbildung weiter flexibilisiert und vermehrt auf die Fähigkeiten leistungsstarker Lernender ausgerichtet werden. Des Weiteren findet sich im Massnahmenpapier auch eine Förderung der Angebote für die Nach- und Höherqualifizierung.