Seit 2008 ist die Online-Plattform Airbedandbreakfast (Englisch für Luftmatratze und Frühstück), welche mittlerweile unter dem Kürzel Airbnb bekannt ist, auf dem Markt. Das Geschäftsmodell ist simpel; so inserieren Privatpersonen freie Zimmer, Wohnungen oder auch Häuser auf der Homepage, die von Interessierten gemietet werden können. Vom Angebot machen viele Gebrauch: In acht Jahren hat das Unternehmen schon mehr als 100 Millionen Aufenthalte vermittelt, wie die Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung schreibt.

Auch in Zürich floriert das Geschäft mit Airbnb – zum grossen Ärger der Hoteliers. Um nicht weitere Kunden zu verlieren, haben sie sich etwas Neues ausgedacht: Inserate schalten einige Hotelbetriebe nun auch auf der Seite ihres grössten Konkurrenten.

Hoteliers ärgern sich über Airbnb

Hoteliers ärgern sich über Airbnb

Über die Internetplattform Airbnb können Touristen Privatunterkünfte mieten. Und das macht vielen Zürcher Hoteliers einen dicken Strich durch die Rechnung. Darum inserieren diese nun auch auf der Website des Konkurrenten.

So mischt sich zum Beispiel auch das Hotel Limmatblick am Limmatquai unter die vielen Privatanbieter auf Airbnb. Hotelchef Jonathan Dreifuss sieht es als lukrative Chance, um Umsätze zu erhöhen. "Wir können so Kunden dazugewinnen, welche uns vorher nicht gekannt haben", erklärt er gegenüber "TeleZüri". Obwohl die Buchungszahlen via Airbnb noch verschwindend gering seien, wollen sie dennoch weiterhin auf diese Vermarktungsmöglichkeit setzen.

Martin von Moos, Präsident der Zürcher Hoteliers, ist dieses Vorgehen der Hotels ein Dorn im Auge. Sobald Hotels das Portal ebenfalls nutzen, verhelfe dies der Online-Plattform nur, seinen Bekanntheitsgrad zu steigern, bemängelt er. Das grundlegende Problem sieht von Moos in den unterschiedlichen Voraussetzungen von Hotelbetrieben und Airbnb-Vermietungen: Viele private Anbieter bezahlen oft keine Kurtaxen oder erfüllen die Sicherheits- und Hygienestandards nicht, an die Hotels gebunden sind.

Dennoch verzichten die Hoteliers darauf, ihren Mitgliedern von den Inseraten auf Airbnb abzuraten.