Zürich

Ultimatum abgelaufen: Die Hausbesetzer müssen bis Sonntag abziehen

Das Gebäude an der Ankerstrasse in Zürich ist seit dem 23. November besetzt.

Das Gebäude an der Ankerstrasse in Zürich ist seit dem 23. November besetzt.

Die Hausbesetzer an der Ankerstrasse in Zürich lassen ein weiteres Ultimatum der Heilsarmee verstreichen. Nun wird die Frist erneut verlängert – aber nur bis Sonntag. Danach droht die polizeiliche Räumung.

Um Mitternacht in der Nacht auf gestern Donnerstag ist das Ultimatum abgelaufen. Noch immer ist das Gebäude der Heilsarmee an der Ankerstrasse 31 von den Besetzern nicht wie verlangt geräumt worden. Es ist bereits das Dritte Ultimatum, das man seit der Übernahme des Gebäudes durch die Besetzer am 23. November verstreichen liess.

Die Heilsarmee hat die Frist nun erneut verlängert. Allerdings nur bis Sonntag, 14. Januar, wie Marianne Meyner dem "Tages-Anzeiger" bestätigt. Die Chefsekretärin der Religionsgemeinschaft ist zuversichtlich, dass es diesmal wirkt. Erstmals hätten die Besetzer nämlich selbst einen Vorschlag gemacht.

Polizeiliche Räumung droht

Den Ausschlag gegeben hat wohl das Vorweisen der Abbruchbewilligung für das Gebäude. Liegt eine solche vor, ist die Polizei verpflichtet, das Haus auf Antrag der Eigentümerschaft zu räumen. Meyner hat die Absichtserklärung, das Haus zu verlassen schriftlich. Sie hofft, dass keine polizeiliche Räumung nötig wird, da sonst der Bauzeitplan durcheinander gebracht werde.

Die Heilsarmee will das Gebäude abbrechen und durch ein neues Wohnheim mit 36 Plätzen ersetzen. Die Baubewilligung liegt schon längere Zeit vor, der Rückbau hätte gestern beginnen sollen. 

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