Maurer liess vor den 1160 Parteiangehörigen und Gästen durchblicken, dass er von der Rede von SVP-Urgestein Christoph Blocher auf dem linken Fuss erwischt wurde. Wie Blocher habe auch er über die EU reden wollen. Da er da aber keine Differenzen zu Blocher habe, habe er sich entschlossen über etwas Anderes zu sprechen. Maurers Rede wirkte in der Folge denn auch streckenweise etwas improvisiert.

Als wichtige traditionelle Werte zählte Maurer etwa die direkte Demokratie auf, die Neutralität, den Föderalismus, Stabilität und Zuverlässigkeit. Diese gelte es mit Weitsicht zu verbinden.

Das sei etwa der den Blick auf globale Trends, insbesondere die technologische Entwicklung im Kommunikations- und It-Bereich. "Wenn wir das verpassen, sind wir bald am Ende der Rangliste, sagte der Finanzminister.

Partei mit Schwung werden

Zudem werde der globale Wettbewerb immer härter. Die Schweiz müsse darum ein Land werden, das Schwung habe. Die SVP solle dazu beitragen, indem sie eine Partei mit Schwung werde. "Gehören sie zu denen, die ja sagen und nicht zu denen die sagen, es ginge nicht", rief er seine Parteigenossinen und -genossen auf.

Wichtig seien zudem intakte Wurzeln. Denn ohne Wurzeln kippe man um. Wurzeln würden Sicherheit bieten.

"Wenn wir ein Land wollen, das starke Wurzeln hat und Werte hat, dann braucht es Ziele", betonte Maurer. Es brauche zudem Mut zu Leadership, es brauche Visionen, die Energie zu motivieren und den Mut, Risiken einzugehen.

"Der entscheidende Punkt für Schweiz in diesem Jahrhundert ist Unabhängigkeit", schlug Maurer schliesslich den Bogen zum Vorredner Blocher. Der Druck von aussen sei ständiger Begleiter der Schweiz. "Je freiheitlicher und unabhängiger wir sind, desto weniger werden wir gedrückt", sagte der Bundespräsident.