Zürcher Unispital

Übergangsbau 34 Millionen Franken teurer als geplant

Blick auf das Unispital Zürich (Archiv)

Blick auf das Unispital Zürich (Archiv)

Während der geplanten Sanierung des Zürcher Universitätsspitals dient ein temporärer Übergangsbau als Fläche für Gebäudetrakte, die gerade nicht genutzt werden können. Dieser Bau kostet rund 34 Millionen Franken mehr als ursprünglich geschätzt.

Grund dafür sind zusätzlich nötige Intensivpflegebetten.

Die Kosten für den so genannten Modulbau beim Zürcher Unispital sind auf 89 Millionen Franken veranschlagt, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Antwort des Zürcher Regierungsrats auf eine dringliche Anfrage von GLP, BDP und EVP im Kantonsrat hervorgeht. Das sind 33,7 Millionen Franken mehr als der Regierungsrat im Vorprojekt geschätzt hatte.

Grund für die Mehrkosten sind gemäss Regierungsrat zusätzlich benötigte Betten auf der Intensivstation, die dort vorübergehend untergebracht werden sollen. Die Station wird von 42 auf 56 Betten vergrössert. Damit seien insbesondere auch zusätzliche technische Installationen und Ausrüstungen nötig.

Auch im Modulbau untergebracht werden muss die Intensivpflegestation für Brandverletzte. Die Anforderungen in diesem Bereich seien ausserordentlich hoch, schreibt der Regierungsrat. Für die Grobkostenschätzung habe nicht auf Vergleichswerte zurückgegriffen werden können. Erst in der Detailplanung seien die finanziellen Auswirkungen klar geworden.

Baubewilligung liegt noch nicht vor

Der Modulbau mit seinem polyvalenten Innenleben wird während der gesamten Erneuerung als temporäre Rochadefläche für Gebäudetrakte dienen, die sich in einem schlechten baulichen Zustand befinden. Zusammen mit einer neuen dauerhaften unterirdischen Technikanlage bildet er den ersten Meilenstein der Gesamterneuerung.

Die kantonale Baudirektion hatte das Baugesuch für den Modulbau und die Technikanlage im Frühling 2012 eingereicht, wie deren Sprecher Dominik Bonderer auf Anfrage sagte. Geplant war, mit dem Bau in diesem Frühjahr zu beginnen, so dass er 2015 bezugsbereit ist. Die Baubewilligung liege aber immer noch nicht vor, sagte Bonderer.

Für die Technikzentrale sind Kosten in der Höhe von 38 Millionen Franken veranschlagt, wie es in der Antwort der Regierung weiter heisst. Wie jene für den Modulbau sind auch diese Ausgaben gebunden. Für die Gesamterneuerung sind Investitionskosten von 2,84 Milliarden Franken vorgesehen. Dazu kommt ein Sanierungsaufwand von bis zu 750 Millionen Franken.

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