Berufstätige Eltern in der Stadt Zürich können auf ein gut ausgebautes familienergänzendes Betreuungsangebot für Kinder im Vorschulalter zurückgreifen. Ende 2017 standen insgesamt 10'331 Betreuungsplätze in rund 320 Kitas zur Verfügung, wie das Sozialdepartement am Donnerstag mitteilte.

Dies entspreche einer Versorgungsquote von 76,6 Prozent. Damit nehme die Stadt Zürich eine Vorreiterrolle bei der Kinderbetreuung ein, heisst es weiter.

Knapp 3950 Plätze in 272 privaten und städtischen Kitas wurden im Jahr 2017 durch die Stadt subventioniert - das sind 360 Plätze mehr als im Vorjahr.

Gemäss Schätzung des Sozialdepartements generierte die familienergänzende Betreuung von Vorschulkindern im letzten Jahr einen Umsatz von rund 257 Millionen Franken. Die Stadt beteiligte sich mit 80 Millionen Franken zu knapp einem Drittel an den Kosten, die Eltern zu gut zwei Dritteln.

Insgesamt gab die Stadt Zürich damit im Jahr 2017 für die Subventionierung der Betreuung in privaten und städtischen Kitas 75,7 Millionen Franken aus. An die Betreuung in Tagesfamilien zahlte die Stadt, 1,5 Millionen Franken, 2,7 Millionen Franken an nicht bewilligungspflichtige Angebote der familienergänzenden Kinderbetreuung und weitere Projekte.

Künftig soll allen anspruchsberechtigten Familien in der Stadt Zürich ein subventionierter Betreuungsplatz in einer Kita zur Verfügung stehen. Per 1. Januar 2018 wurde ein vereinfachtes Modell für die Finanzierung von Kita-Plätzen eingeführt. Der Gemeinderat hatte im Mai 2017 die neue Verordnung über die familienergänzende Kinderbetreuung verabschiedet.

Nun können Kitas so viele subventionierte Plätze anbieten, wie sie möchten. Bisher hatte das Sozialdepartement Kontingente festgelegt und an die Kitas verteilt. Zudem klärt nun das Sozialdepartement - und nicht mehr die Kitas - den Umfang der Berufstätigkeiten der Eltern ab. Damit sollen die Krippen administrativ entlastet werden.