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UBS verschiebt Mitarbeitende von Zürich nach Schaffhausen

Die UBS verlagert Jobs.

Die UBS verlagert Jobs.

Weil in Schaffhausen die Immobilienpreise und das Lohnniveau tiefer sind als in Zürich, verlagert die UBS Jobs dorthin. Das soll eine Kostenersparnis von rund 10 bis 15 Prozent bringen.

In das neue sogenannte UBS Business Solution Center in Schaffhausen sollen ab dem dritten Quartal 2017 rund 150 UBS-Angestellte einziehen und von dort aus im Bereich Middle- und Backoffice tätig sein, wie ein UBS-Sprecher einen Bericht der «Neuen Zürcher Zeitung NZZ» von gestern bestätigte.

Diese Angestellten arbeiten künftig in Schaffhausen statt in Zürich. Es könne sein, dass später weitere Mitarbeitende neu rekrutiert werden. Der Bau bietet insgesamt Platz für 500 Arbeitskräfte. Entsprechend freut sich die Wirtschaftsförderung des Kantons Schaffhausen in einem Communiqué von gestern schon einmal über 500 neue UBS-Arbeitsplätze. Doch ob in Zukunft so viele UBSAngestellte dort arbeiten werden, ist derzeit noch offen.

Klar ist jedoch, dass die UBS mit dieser Verlagerung Kosten sparen will. Bereits Anfang Mai hatte Konzernchef Sergio Ermotti präzisiert, dass die UBS ein Sparprogramm eingeleitet habe, mit dem bis 2017 die jährlichen Kosten um 2,1 Milliarden Franken reduziert werden sollen. Die Stellenverlagerung nach Schaffhausen soll dazu beitragen.

Neben der Kostenersparnis bietet die Region mit den Fachhochschulen in Winterthur und Brugg zudem ein Ausbildungsumfeld, das die künftige Suche nach neuen Mitarbeitenden erleichtern sollte. Nach Auskunft der Bank spielt die Nähe zu Deutschland keine Rolle.

Noch grösser wäre das Sparpotenzial jedoch, wenn die UBS solche administrativen Dienstleistungen in ausgesprochene Tieflohnländer auslagern würde. Solche Zentren bestehen bereits in China, Indien, im US-Staat Tennessee oder in Polen. Laut «NZZ» werden bis Ende 2016 von den rund 60 000 UBS-Angestellten rund 4500 in solchen Business Solution Centers rund um den Globus tätig sein.

Doch im aktuellen Fall müssen diese Tätigkeiten aus regulatorischer Sicht in der Schweiz bleiben. So verweist die «NZZ» darauf, dass gewisse Daten, wie beispielsweise solche zur Identifikation von Kunden in der Schweiz, nicht an Standorten im Ausland aufbewahrt werden dürfen. Die UBS plant denn auch weitere solcher Standorte in der Schweiz. Lohnkosten, Immobilienpreise und das Arbeitskräftereservoir sind die entscheidenden Kriterien für die Standortwahl. (SDA)

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