Es sei kein guter Vertrag, den die UZH mit der UBS abgeschlossen habe, sagte Moritz Spielmann (SP, Ottenbach), der Erstunterzeichner der Interpellation. Die Uni habe es verpasst, eine "Nicht-Einflussnahme" der UBS einzufordern. Das zeige, dass eine politische Begleitung des universitären Sponsorings nötig sei.

Mattea Meyer (SP, Winterthur) sprach gar von einem "Ausverkauf von Freiheit und Demokratie". Drittmittel für Lehre und Forschung brauchten klare Regelungen und eine regelmässige Prüfung. Und Res Marti (Grüne, Zürich) merkte an: "Die UZH ist kein Fussballverein, bei dem man beliebig Werbung platzieren kann."

Ganz anders sahen es Dieter Kläy (FDP, Winterthur) und Johannes Zollinger (EVP, Wädenswil). Sie wiesen darauf hin, dass sich die Drittmittel der UZH 2011 auf 48 Millionen Franken beliefen und damit lediglich 3,9 Prozent des Gesamtaufwandes ausmachten. Da könne man nicht von einer Einschränkung der Freiheit von Lehre und Forschung sprechen.

Rochus Burtscher (SVP, Dietikon) zeigte sich enerviert über das "ewige Misstrauen der Linken". Für ihn ist es völlig legitim, wenn Sponsoren sagen, wohin ihr Geld fliessen soll.

Dieter Kläy wies zudem darauf hin, dass die Sponsorengelder nicht direkt von der Uni, sondern von einer Stiftung verwaltet werden. Es gebe damit genügend Hürden damit die Universität unabhängig bleibe.

Mehr Transparenz schaffen

Willy Haderer (SVP, Unterengstringen) räumte ein, dass der Vertrag mit der UBS Mängel habe. Die Aufsichtskommission Bildung und Gesundheit (ABG) habe deshalb von der Uni eine rasche Umsetzung umfassender Richtlinien für das Sponsoring verlangt. Es gehe aber nicht an, missliebige Verträge an den Pranger zu stellen.

Der UBS-Sponsorenvertrag sei kein trojanisches Pferd, sagte Bildungsdirektorin Regine Aeppli (SP) an die Adresse von Res Marti. Dem geschenkten Gaul habe man sehr genau ins Maul geschaut.

Sie sei aber froh, dass die Universität den Vertrag öffentlich gemacht habe, um Misstrauen auszuräumen. In Zukunft gelte es bezüglich Drittmitteln mehr Transparenz herzustellen, betonte Aeppli. Der Uni hielt sie zugute, dass diese wenig Erfahrung mit Sponsoring habe. (sda)