Cabaret Voltaire
Über 3000 Unterschriften gesammelt gegen "skandalöses Tauschgeschäft"

Die Stadtzürcher Stimmberechtigten stimmen voraussichtlich über den Immobilientausch im Zusammenhang mit dem Cabaret Voltaire ab. Die AL hat am Mittwoch bei der Stadt 3061 Unterschriften eingereicht. Sind mindestens 3000 gültig, kommt es zur Abstimmung.

Merken
Drucken
Teilen
Das Cabaret Voltaire an der Spiegelgasse 1 in Zürich: Am 5. Februar 1916 wurde es von der internationalen Künstlerbewegung um Hugo Ball und Emmy Hennings eröffnet. Nun will es der Stadtrat von der Anlagestiftung Swiss Life übernehmen. (Archivbild Juli 2015)

Das Cabaret Voltaire an der Spiegelgasse 1 in Zürich: Am 5. Februar 1916 wurde es von der internationalen Künstlerbewegung um Hugo Ball und Emmy Hennings eröffnet. Nun will es der Stadtrat von der Anlagestiftung Swiss Life übernehmen. (Archivbild Juli 2015)

Keystone/Gaetan Bally

Die AL wehrt sich mit diesem Referendum gegen das "skandalöse Tauschgeschäft", das der Stadtrat eingehen will. Er will das Gebäudes des Cabaret Voltaire im Niederdorf sowie ein Wohnhaus im Quartier Enge von der Anlagestiftung Swiss Life übernehmen.

Im Tausch dafür soll die Stadt der Swiss Life ein Wohn- und Geschäftsgebäude an der Rämistrasse 39 sowie das Areal mit dem Parkhaus Hallenstrasse in Riesbach überlassen. Auf diesem Grundstück soll eine Neuüberbauung entstehen.

AL gegen "weitere Luxusimmobilie"

Die AL befürchtet , dass dort "eine weitere Luxusimmobilie" entsteht, wie die Partei in einer Mitteilung schreibt. So würde die spekulative Fehlentwicklung im Seefeld fortgesetzt. Ihrer Meinung nach sollen stattdessen Wohnungen mit fairen Mieten entstehen.

Beim Cabaret Voltaire sieht die AL wiederum einen "Rosstäuschertrick". Dass die Miete für den Kulturbetrieb dank dem Kauf um 100'000 Franken sinke, komme einzig dadurch zustande, dass die Stadt auf dem "exorbitanten Kaufpreis" einen Abschreiber von 2 Millionen Franken vornehme. Mit diesem Geld könne die Stadt geradeso gut während 20 Jahren die bisherige Miete zahlen.