Zürich
Trotz Umbauarbeiten ist Landesmuseum ein Besuchermagnet

Das Landesmuseum Zürich ist beliebt. Mit rund 227'000 Besucherinnen und Besuchern hat das meistbesuchte historische Museum der Schweiz im Jahr 2014 erneut einen Rekord aufgestellt.

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Das Landesmuseum in Zürich (Archiv).

Das Landesmuseum in Zürich (Archiv).

Keystone

Trotz Beeinträchtigung durch Umbauarbeiten kamen rund 30'000 Personen mehr als im Vorjahr.

Tag der offenen Baustelle im Schweizer Landesmuseum
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Tag der offenen Baustelle mit Blick auf den aktuellen Stand der Sanierungs- und Erweiterungsarbeiten im Schweizer Landesmuseum.
Tag der offenen Baustelle mit Blick auf den aktuellen Stand der Sanierungs- und Erweiterungsarbeiten im Schweizer Landesmuseum.
Tag der offenen Baustelle mit Blick auf den aktuellen Stand der Sanierungs- und Erweiterungsarbeiten im Schweizer Landesmuseum.
Tag der offenen Baustelle mit Blick auf den aktuellen Stand der Sanierungs- und Erweiterungsarbeiten im Schweizer Landesmuseum.
Tag der offenen Baustelle mit Blick auf den aktuellen Stand der Sanierungs- und Erweiterungsarbeiten im Schweizer Landesmuseum.
Tag der offenen Baustelle mit Blick auf den aktuellen Stand der Sanierungs- und Erweiterungsarbeiten im Schweizer Landesmuseum.

Tag der offenen Baustelle im Schweizer Landesmuseum

Keystone

Das grosse Interesse verdankt sich vor allem dem thematisch breiten Ausstellungsprogramm: vom Märchen über aktuelle Pressefotografie bis zu den historischen Schwerpunkten. Neben "1900-1914. Expedition ins Glück" sowie "14/18. Die Schweiz und der Grosse Krieg" war vor allem "Karl der Grosse und die Schweiz" ein Besuchermagnet. Wichtig sei ein guter Themenmix, sagte Mediensprecherin Juliette Wyler auf Anfrage.

Ausstellung: «Weihnachten und Krippen» im Landesmuseum
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Holzschnitzerei. Die Herstellung von Holzwaren hat im Erzgebirge (Sachsen, D) eine lange Tradition. Am Anfang war das Schnitzen eine Freizeitbeschäftigung der Bergleute, nach dem Rückgang des Bergbaus wurde daraus eine wichtige Erwerbsquelle. Die Klasse für Kunstgewerbe in Dresden ging um 1930 neue Wege bei der Gestaltung von Krippen. Die Figuren und der einfache Stall entstanden nach modernen Vorlagen.
Jesus in der Futterkrippe. Das Jesuskind hat die Grösse eines Neugeborenen und ist mit seinem schönen Gesichtchen im Stil der Nazarenischen Schule gestaltet. Es gehörte ehemals zu einem grösseren Krippenensemble in einer Kirche. Bereits in der Futterkrippe empfängt es mit seinen weit ausgestreckten Armen die Gläubigen.
Figuren aus Roggenstrohhalmen. Anny Hoppler, aus Rottenschwil im Freiamt, fertigte die Figuren aus Roggenstrohhalmen an. Die gelernte Schneiderin kam auf dem Bauernhof ihrer Schwiegereltern zum ersten Mal mit der Strohverarbeitung in Kontakt. Hier wurde seit Jahrzehnten Roggenstroh für die Strohindustrie angebaut. Als Autodidaktin erlernte sie das Strohflechten und belieferte während 38 Jahren das Heimatwerk mit ihren kunstvoll gearbeiteten Strohsternen. Seltener sind ihre Krippenfiguren.
Keramikkrippe. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist Ton das meistverwendete Material für die Herstellung von Krippenfiguren. Die Figuren entstehen als Einzelstücke und werden oft von Hand modelliert. Neben der Holzkrippe gehört die Keramikkrippe neu zu den beliebtesten Krippenarten. Im Aufbau erinnern die hier ausgestellten Figuren mit den gesichtslosen Köpfen und den körperbildenden Gewändern an die bekleideten Krippenfiguren.
Kartonkrippe. In Tschechien war es ein alter Brauch, an der Weihnachtsfeier im Familienkreise auf Karton gemalte Krippenfiguren aufzustellen. Seit dem 17. Jahrhundert bildeten sie einen günstigen Ersatz für die plastischen Holzfiguren. Typisch für die Tschechische Papierkrippe ist ihre dicht gestaffelte Aufstellung mit Dutzenden von Figuren. Beim Aufbau werden die Figuren von hinten nach vorne ins getrocknete Moos eingesteckt. Die Krippe erhält damit die gewünschte Tiefe.

Ausstellung: «Weihnachten und Krippen» im Landesmuseum

Schweizerisches Nationalmuseum

Ausserdem bietet ein neuer Webauftritt nun auch online einen besseren Zugang, wie es in einer Mitteilung heisst. Mit erweiterten Angeboten lockt das Landesmuseum neue Besuchergruppen an: So bietet es nun auch Führungen auf Russisch an.

Ab 9. Januar zeigt das Museum eine Ausstellung zu Scherenschnitten. Zu sehen sind zeitgenössische sowie historische Schnittbilder unter anderem von Johann Jakob Hauswirth, dem Vater des Schweizer Scherenschnitts. Besucherinnen und Besucher können auch selbst zur Schere greifen und einen Schattenriss ihres Profils anfertigen.