Die Beiträge liegen zwischen 50'000 Franken und rund 4,7 Millionen Franken pro Jahr. Neu unterstehen die Beiträge einer Kürzungsklausel um 10 beziehungsweise 20 Prozent, abhängig von allfälligen Bilanzfehlbeträgen in der städtischen Jahresrechnung. Die SVP stimmte gegen alle Beiträge, ausser jenen für die Zürcher Sängerknaben.

Die höchsten Beiträge gehen an die Zürcher Filmstiftung. Von heute rund 3,2 Millionen werden sie in zwei Schritten gestaffelt auf 4,7 Millionen ab 2017 erhöht.

Stadtpräsidentin Corine Mauch begründete die starke Erhöhung damit, dass der Stadtrat gemäss Kulturleitbild in kommenden Jahren einen "kulturpolitischen Akzent" auf den Bereich Film legt. Auch der Kanton wolle deutlich mehr zahlen als heute.

"Winkelwiese ist ersetzbar"

Zu reden gab der Beitrag für das Theater an der Winkelwiese, ein Kleintheater, das sich vor allem der Förderung junger Autorinnen und Autoren verschrieben hat.

Die FDP verlangte eine Kürzung auf gut 590'000 Franken. Auch damit könne das Theater durchaus weiter existieren. Unterstützung erhielt der Antrag von der GLP.

SVP und CVP wollten gar eine vollständige Streichung der Beiträge. Man müsse den Mut haben und sich die Freiheit nehmen zu einem harten Schnitt, sagte eine CVP-Sprecherin. Die Winkelwiese sei ersetzbar.

Der Rat bewilligte jedoch schliesslich mit 83 zu 26 Stimmen die vom Stadtrat beantragte Weiterführung der heutigen Subventionen von gut 724'000 Franken.

Verträge mit den "Grössten" überprüfen

Die GLP hat am Mittwoch zudem eine Motion eingereicht, welche die Auflösung der unbefristeten Subventionsverträge mit den grössten Kulturinstitutionen verlangt, um die es am Mittwoch nicht ging.

Die Motionäre wollen damit erreichen, dass die Verträge mit Schauspielhaus, Tonhalle und Kunsthaus neu beurteilt werden können. Die drei "Gossen" erhalten total gut 63 Millionen Franken pro Jahr.