Stadt Zürich
Trotz Rückgang: 35 Parkplätze mehr als im Historischen Parkplatzkompromiss vorgesehen

Die Zahl der öffentlich zugänglichen Parkplätze in der Zürcher Innenstadt ist 2016 gegenüber dem Vorjahr um 89 zurückgegangen. Damit gibt es noch 35 Parkplätze mehr als im sogenannten Historischen Parkplatzkompromiss vorgesehen sind, wie das städtische Tiefbau- und Entsorgungsdepartement in einer Mitteilung vom Dienstag schreibt.

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Die Zahl der Parkplätze in der Zürcher Innenstadt sind im 2016, im Vergleich zum Vorjahr, um 89 zurückgegangen. (Symbolbild)

Die Zahl der Parkplätze in der Zürcher Innenstadt sind im 2016, im Vergleich zum Vorjahr, um 89 zurückgegangen. (Symbolbild)

STEFFEN SCHMIDT

Der Historische Parkplatzkompromiss ist eine politische Abmachung aus dem Jahr 1996, die besagt, dass die Anzahl besucher- und kundenorientierter Parkplätze in der City und in citynahen Gebieten auf dem Stand von 1990 (7622 Parkplätze) bleiben soll. Mit dieser Übereinkunft soll die Innenstadt aufgewertet werden.

Das Tiefbauamt veröffentlicht jährlich die Bilanz der öffentlich zugänglichen Parkplätze. Um Unvorhergesehenes aufzufangen und bei Neugestaltungen flexibel zu bleiben, liege die Zahl in der Regel um rund 100 über dem Soll, heisst es in der Mitteilung. Im vergangenen Jahr wurde dieser Puffer nun deutlich unterschritten.

Die Verringerung des Parkplatzüberschusses im Jahr 2016 sei vor allem auf Veränderungen in Parkhäusern zurückzuführen, die weniger öffentlich zugängliche Parkplätze anbieten. Gerade wegen solcher von der Stadt nicht beeinflussbarer Faktoren ist nach Ansicht des Tiefbauamtes der Überschuss von rund 100 Parkplätzen zweckmässig.

Dies erspare die langwierige Suche nach Kompensationsmöglichkeiten, wenn bei Strassenbauprojekten oder Neugestaltungen Parkplatzflächen umgenutzt würden.