Grossanlässe in der Stadt Zürich bedeuten eine enorme verkehrstechnische Herausforderung für die Stadtverwaltung. Erfolgreich hat Zürich seine Bürger dazu erzogen, nicht mit dem Auto an solche Ereignisse anzureisen. Nun will sie auch die öffentlichen Verkehrsmittel entlasten. Das Velo soll den Besucher künftig ans Festival führen.

An der Leichtathletik-WM von 2014 startete die Stadt Zürich einen ersten Versuch, die Besucher für das Velo als Anfahrvariante zu motivieren. Wie das Regionaljournal SRF berichtet, soll auch für das Züri-Fäscht von 2016 ein spezielles Veloverkehrskonzept erarbeitet werden. Dieses beinhaltet Vorschläge zu wählbaren Velorouten sowie zusätzliche Velo-Abstellplätze.

Dass die Stadt Zürich plötzlich vermehrt auf das Velo setzt erstaunt vor dem Hintergrund des harzenden Ausbaus neuer Velorouten. Obwohl der Gegenvorschlag zur Velo-Initiative der Stadt zu diesem Zweck einen Betrag von 120 Millionen Franken zugesprochen hatte, waren die Anfang Juli vom Tiefbaudepartement vorgestellten Pläne nicht nur für Veloverbände enttäuschend, sondern auch für Grüne und SP.

Martin Guggi der Dienstabteilung Verkehr erklärt dem Regionaljournal, man wolle ermöglichen, dass die Velofahrer so nahe wie möglich ans Festivalgelände heranfahren können. Dort sollen dann mehrere Abstellmöglichkeiten installiert werden.(fdu)