81'853 Aktivversicherte waren aufgerufen, ihre Vertretung im Stiftungsrat zu wählen. Wie die BVK am Mittwoch mitteilte, machten jedoch lediglich 7484 oder 9,14 Prozent der Versicherten von ihrem Wahlrecht Gebrauch - und das, obwohl der Konkurrenzkampf gross war.

Für die neun Sitze der Arbeitnehmenden bewarben sich insgesamt 40 Personen. Allein die Personalverbände des Kantons Zürich (VPV) und die Gewerkschaft VPOD hatten je neun Kandidaten nominiert, nachdem sie sich im Vorfeld verkracht hatten.

Sechs bisherige Arbeitnehmervertreter wurden in ihrem Amt bestätigt. Neu den Sprung in den Stiftungsrat schafften Irene Willi (Berufsmaturitätsschule Zürich), Stefan Giger (VPOD-Zentralsekretär) und Calista Fischer (Universität).

Jetzt wieder zusammenraufen

Der Wahlkampf sei zwischen den Personalverbänden mit harten Bandagen geführt worden, schreibt der VPOD in einer Mitteilung. Jetzt müssten die Stiftungsrätinnen und Stiftungsräte der Arbeitnehmenden und die Personalverbände im Interesse der Versicherten wieder zusammenfinden.

Gleichzeitig weist die Gewerkschaft darauf hin, dass es bei den Wahlen zu Komplikationen gekommen sei. Durch mutmasslich defekte Sicherheitssiegel hätten einige Versicherte ihre Stimme nicht rechtzeitig abgeben können. Laut BVK haben 94 Prozent der Arbeitnehmenden elektronisch gestimmt.

Der VOPD behalte sich vor, wegen der Unregelmässigkeiten im Wahlverfahren allfällige Einsprachen zu unterstützen. Einsprachen können von Kandidierenden innerhalb von 10 Tagen nach der Publikation des Wahlergebnisses im kantonalen Amtsblatt beim bisherigen Stiftungsrat erhoben werden.

Zwei neue Arbeitgebervertreter

Ebenfalls sieben Bisherige schafften die Wiederwahl bei den Arbeitgebern. Neu im obersten Organ der BVK Einsitz nehmen Daniel Dubach (Kanton) und Felix Uhlmann (Universität Zürich).

Die neuen Stiftungsratsmitglieder nehmen am 1. Juli ihre Tätigkeit auf. Laut Thomas Schönbächler, Vorsitzender der Geschäftsleitung der BVK, haben die Arbeitnehmenden und Arbeitgeber ein "breit abgestütztes und kompetentes Gremium gewählt".

Die BVK ist mit 115'000 Versicherten die grösste Pensionskasse der Schweiz. Sie verwaltet ein Vorsorgevermögen von über 30 Milliarden Franken.