Kanton Zürich
Trotz Hitzewelle: Zürich und Winterthur geht das Wasser nicht aus

Die Hitzewelle wirkt sich stark auf den Wasserverbrauch aus: Winterthurer Privathaushalte und Bauernbetriebe verbrauchen aktuell über die Hälfte mehr als in "normalen" Sommern. Auch in Zürich ist der Verbrauch stark gestiegen. Die Wasserversorgung ist dennoch an beiden Orten gesichert.

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Auch bei längeren Hitze-Tagen muss die Zürcher Bevölkerung keine Angst vor Wasserknappheit haben. (Symbolbild)

Auch bei längeren Hitze-Tagen muss die Zürcher Bevölkerung keine Angst vor Wasserknappheit haben. (Symbolbild)

Keystone

In Winterthur liegt der tägliche Wasserverbrauch momentan bei zirka 50'000 Kubikmeter. Dies entspricht rund zwei Dritteln des Volumens des Sulzer-Hochhauses, wie die Stadt am Montag mitteilte.

Die Rekordzahlen der Trockenperiode 2015 seien schon beinahe erreicht. Gleichzeitig beziehen auch Nachbargemeinden überdurchschnittlich viel Wasser.

Wasserknappheit wird es in Winterthur aber nicht geben. Der Grundwasserstrom der Töss, aus dem die Stadt 97 Prozent des Trinkwassers gewinnt, sei sehr mächtig und wenig anfällig auf kurzfristige Trockenperioden. Wer seinen Garten bewässern möchte, kann dies gemäss Angaben der Stadt weiterhin mit gutem Gewissen tun.

Zürich beliefert 67 Gemeinden

Auch in der Stadt Zürich muss niemand befürchten, dass bald nichts mehr aus dem Hahn kommt. Die Wasserversorgung ist gesichert, selbst wenn es längere Zeit heiss und trocken bleiben sollte, wie es bei der städtischen Wasserversorgung auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda hiess.

Zürich bezieht das Wasser aus dem See - und diesem geht das Wasser so schnell nicht aus. Den bisherigen Rekordtag hatte die Wasserversorgung am 22. Juni, also am vergangenen Donnerstag. 220'000 Kubikmeter wurden ausgeliefert. Der Durchschnittsverbrauch beträgt sonst 145'000 Kubikmeter.

Das Wasser floss nicht nur zu Stadtzürcher Duschbrausen und Gartenschläuchen, sondern auch in 67 umliegende Gemeinden, die ebenfalls an der Zürcher Wasserversorgung angeschlossen sind. Sie haben bei Hitzeperioden oft zu wenig Grund- und Trinkwasser und sind dann auf das Seewasser angewiesen. Die städtische Wasserversorgung bereitet deshalb Wasser für knapp eine Million Menschen auf.