Der Zürcher Gemeinderat hat am Mittwochabend den Antrag des Stadtrats nach einer Budgeterhöhung für das Triemlispital knapp abgelehnt: 59 Gemeinderäte stimmten dafür, 62 dagegen.

Die Stadt habe viel zu viel Geld für das Bettenhaus und weitere bauliche Massnahmen ausgegeben, lautet die Begründung der Gegner. Vor allem die bisherige Politik sowie die Gesundheitsvorsteherin Claudia Nielsen gerieten in die Kritik. Letztere suche die Schuld überall, nur nicht bei der Führung. "Wir müssen die Probleme am Triemli endlich diskutieren", sagte deshalb FDP-Gemeinderat Michael Baumer gemäss "NZZ".

Nielsen versicherte, die Spitalführung setze alles daran, die Finanzen in den Griff zu bekommen. Im neuen Bettenhaus seien nun effizientere Abläufe möglich und die Nachfrage nehme zu. Die Linke stellte sich auf die Seite der Stadträtin. Das Spital sei dank diesen Investitionen nun für die Zukunft gerüstet, die Abweichung vom Budget wegen des ausserordentlichen Ereignisses - dem Bezug des neuen Bettenhauses - nachvollziehbar. Hingegen kritisierten sie die Ablehnung der Budgeterhöhung durch die Bürgerlichen als reine Symbolpolitik.