Ausgeschafft
Trotz erfolgreicher Petition: Rosenverkäufer muss die Schweiz definitiv verlassen

Alle Solidaritätsbekundungen und Unterstützungsbemühungen halfen am Ende nichts. Das Urteil des Bundesgerichts bleibt bestehen: Kubeysi Genoglu muss das Land innert drei Monaten verlassen.

Florian Schmitz
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Rosenverkäufer Kubeysi Genoglu: Trotz Unterstützung wird er definitiv ausgewiesen.

Rosenverkäufer Kubeysi Genoglu: Trotz Unterstützung wird er definitiv ausgewiesen.

ZVG

Am Ende halfen auch die 3335 Unterschriften nichts: Kubeysi Genoglu, bekannt als Rosenverkäufer von der Langstrasse, wird definitiv aus der Schweiz ausgewiesen. Die ehemalige SP-Gemeinderätin Rose Zschokke, Initiantin der unterstützenden Petition, bekam gestern vom kantonalen Sicherheitsdirektor Mario Fehr (SP) den negativen Entscheid.

Im Bescheid verweist der Fehr darauf, dass der Entscheid des Bundesgerichts für das Migrationsamt des Kantons bindend sei. Genoglu reiste vor zehn Jahren illegal in die Schweiz ein und das Bundesgericht hält es für bewiesen, dass der Kurde sich das Bleiberecht über eine Scheinehe gesichert hat.

Trotz grosser Enttäuschung ist Rose Zschokke froh über die breite Unterstützung für Genoglu sagt dem «Tages-Anzeiger»: «Es war schön, diese spontane Solidarität zu erleben.» Obwohl seine Aufenthaltsbewilligung bereits gestern abgelaufen ist, muss der ausgewiesene Rosenverkäufer das Land nicht unmittelbar verlassen. Das Migrationsamt hat einer dreimonatigen Fristverlängerung für die Reisevorbereitungen zugestimmt.