Gesundheit

Trotz engen Platzverhältnissen: Das Universitätsspital Zürich wächst weiter

Das Universitätsspital Zürich behandelte im vergangenen Jahr über 42'000 Patienten. (Symbolbild)

Das Universitätsspital Zürich behandelte im vergangenen Jahr über 42'000 Patienten. (Symbolbild)

Das Universitätsspital Zürich (USZ) blickt auf ein erfreuliches Geschäftsjahr 2017 zurück. Es verzeichnete in fast allen Bereichen ein Wachstum, wie an der Jahresmedienkonferenz am Donnerstag bekannt gegeben wurde.

Im vergangenen Jahr behandelte das Universitätsspital 42'032 stationäre Patientinnen und Patienten. Dies entspricht einer Zunahme um 2,4 Prozent, wie das USZ mitteilte.

Im ambulanten Bereich setzte sich das Wachstum ebenfalls fort: Gegenüber dem Vorjahr ging das Wachstum der ambulanten Taxpunkte zwar etwas zurück, blieb mit plus 5,5 Prozent aber über dem Wachstum im stationären Bereich. Insgesamt wurden 274,4 Millionen Taxpunkte erbracht (Vorjahr: 260 Millionen).

Das USZ leiste im ambulanten Bereich "eine unerlässliche Versorgungsausgabe", heisst es in der Mitteilung. Dazu gehörten insbesondere die ambulante Notfallversorgung, die zunehmend spezialisierten Behandlungen sowie die langjährigen Behandlungen im Zusammenhang mit komplexen Eingriffen wie zum Beispiel Transplantationen.

Ausserordentlicher Einmaleffekt

Im Jahr 2017 erwirtschaftete das USZ einen Betriebsertrag von 1,366 Milliarden Franken (+3 Prozent). Fast zwei Drittel davon stammt aus den stationären Leistungen – diese bilden mit 62,1 Prozent den mit Abstand grössten Anteil am Ertrag.

Die Konzernrechnung, die noch von Regierungs- und Kantonsrat genehmigt werden muss, schliesst mit einem Reingewinn in Höhe von 79 Millionen Franken ab. Dieses gute Ergebnis beruht gemäss Mitteilung unter anderem auf einem ausserordentlichen Einmaleffekt – es wurden Rückstellungen aufgelöst, die nach einer vertraglichen Einigung mit den Tarifpartnern nicht mehr benötigt wurden.

Warten auf die Gesamterneuerung

Dass am USZ weiterhin ein Wachstum möglich ist, ist keine Selbstverständlichkeit: "Bei den gegebenen engen Platzverhältnissen ist das Wachstum im stationären Bereich nur dank Verbesserungen bei der Auslastung und den Prozessen möglich", hält das Universitätsspital in seiner Mitteilung fest.

Diesbezüglich seien 2017 wichtige Fortschritte erzielt worden. Dazu gehören angepasste Prozesse für interdisziplinäres Zusammenarbeiten und neu geschaffene medizinische Zentren, mit denen das USZ die koordinierte, integrierte Versorgung besser sicherstellen könne.

"Um auch mittel- und langfristig die medizinische Versorgung im Zentrum von Zürich anbieten zu können, ist das USZ auf eine Modernisierung der Infrastrukturen angewiesen." Die Planung für die Gesamterneuerung sei weitgehend auf Kurs. 2019 wird als erstes der Trakt "SUED2 (Modulbau)" mit Schwerpunkt Brandverletztenstation und plastische Chirurgie in Betrieb genommen.

Meistgesehen

Artboard 1