Das Triemli-Spital steckt in Finanznot: Obwohl die Erträge aus stationärem und ambulantem Geschäft insgesamt um 9,13 Millionen Franken stiegen, hat das Spital im vergangenen Jahr dennoch einen Verlust eingefahren. Gründe lassen sich im niedrigen Wachstum sowie dem neuen Bettenhaus, welches Mehrkosten verursacht, finden.

Selbst mit Massnahmen wie dem sofortigen Stellenstopp und einer verstärkten Wachstumsstrategie, reichen die Gelder nicht aus. Deshalb verlangt der Stadtrat vom Gemeinderat eine Budgeterhöhung um 15,4 Millionen Franken. Heute, Mittwoch, wird das städtische Parlament darüber diskutieren. Doch bereits im Vornherein steht der Antrag unter einem schlechten Stern: Gemäss "NZZ" wollen FDP, SVP und GLP der Exekutive das zusätzliche Geld verwehren. 

Nur Linke für Budgeterhöhung

Das Triemli habe zu viel investiert, so die Meinung von SVP-Gemeinderat Peter Schick: "Es kann nicht sein, dass die Steuerzahler für die Fehlplanung der Stadt zur Kasse gebeten werden", sagt er zur "NZZ".

Die FDP verlangt nach einer Lösungsstrategie von Gesundheitsvorsteherin Claudia Nielsen (SP), in der die Stadt aufzeigen muss, wie sie aus dem strukturellen Defizit wieder herauskommt.

Auch die CVP wird sich gemäss einer Aussage von Parteipräsident Markus Hungerbühler voraussichtlich gegen die Budgeterhöhung aussprechen.

Einzig die Linke will den Antrag auf Budgeterhöhung im Gemeinderat unterstützen. Die 15 Millionen Franken könnten kurzfristig nur mit derart radikalen Massnahmen eingespart werden, dass dies letztlich dem Spital und den Patienten schaden würde, so die Sorge.