Kriminalität
Trickbetrüger: Statt der zwei Millionen waren Papierschnipsel im Couvert

Eine Betrügerbande, die versuchte rund 1,8 Millionen Franken aus einer Bank in Buchs SG zu entwenden, ist von der Zürcher Staatsanwaltschaft und der Kantonspolizei Zürich verhaftet worden.

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Diesmal kam die Polizei den Betrügern zuvor.

Diesmal kam die Polizei den Betrügern zuvor.

Keystone

Die zwei Männer und zwei Frauen sollen unter dem Vorwand eines Kunstkaufes für eine Drittperson in der Höhe von 25 Millionen Franken eine Galerie im Kanton Zürich kontaktiert haben.

Als Provision für den zu vermittelnden Kauf wurde eine Summe von über zwei Millionen Franken ausgehandelt, wie die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich am Donnerstag mitteilte.

Am 24. Juni trafen sich Mitarbeitende der Galerie und die Betrügerbande in einer Bank in Buchs SG. Gemäss Medienmitteilung gaben die Beschuldigten vor, die vereinbarte Provision zu zählen, zu versiegeln und sie anschliessend wieder im Bankschliessfach zu deponieren. Während der Zählung wurde das Geld gegen ein Couvert mit Papierschnitzeln ausgetauscht.

Unmittelbar nach der Tat verhaftete die Kantonspolizei Zürich mit Unterstützung der Kantonspolizei St. Gallen die zwei Männer und zwei Frauen und stellte das gestohlene Geld sicher. Zurzeit werde geklärt, ob die Beschuldigten noch für weitere Straftaten in Frage kommen. Alle vier Beschuldigte sind in Untersuchungshaft.

Der Verhaftung geht ein aufwendiges Ermittlungsverfahren voraus, das die Staatsanwaltschaft II für organisierte Kriminalität des Kantons Zürich zusammen mit der Kantonspolizei Zürich seit einigen Monaten gegen eine professionell und international agierende Gruppe geführt hat. Die Gruppe steht im Verdacht, Vorauszahlungsbetrüge, also so genannte Rip-Deals, verübt zu haben.