Am Mittwochabend hat sich in Eglisau ein tragischer Unfall ereignet. Ein 10-jähriger Knabe mit eritreischen Wurzeln kletterte auf einen Baum, um von dort in den Rhein zu springen. Allerdings schlug er auf einem der angelegten Boote auf, fiel ins Wasser und tauchte nicht mehr auf.

Seine Freunde riefen sofort um Hilfe - doch die kam zu spät. Ralph Hirt, Sprecher der Kapo Zürich, erklärt gegenüber "TeleZüri" wie schwierig es ist, jemanden aus dem Rhein zu bergen: "Der Rhein ist ein Fliessgewässer. Er ist acht Meter tief und sehr dunkel, das erschwert die Suche." Nach einer Stunde konnten sie nur noch den Leichnam des Knaben finden.

Tödliches Badedrama in Eglisau

Tödliches Badedrama in Eglisau

Ein 10-Jähriger wollte von einem Baum am Ufer in den Rhein springen. Er schlug jedoch auf einem Boot auf, fiel ins Wasser und tauchte nicht mehr auf.

Für die Gemeinde ist der tödliche Unfall ein riesiger Schock. Gemeindepräsidentin Ursula Fehr befand sich auf einer Velotour und erfuhr erst später vom tragischen Tod des Viertklässlers. Der Pfarrer sei bereits vor Ort gewesen, zudem wurden die Anwesenden von einem Care-Team betreut.

Öffentliche Trauerfeier

Am kommenden Samstag findet eine öffentliche Trauerfeier für den 10-Jährigen statt. "Es war uns sehr wichtig, dass die Kinder kommen können, um Abschied zu nehmen", sagt Fehr. Die Klassenkameraden begannen bereits im Schulunterricht, den Unfall zu verarbeiten. Es sei intensiv darüber geredet worden. Ausserdem haben sie sein Pult mit Kerzen und Blumen geschmückt.

Besondere Sicherheitsmassnahmen werden nach dem Unfall nicht getroffen. Laut Gemeinde geht der Tod des Knaben auf eine Kette unglücklicher Umstände zurück.