Das Gericht hatte keinen Zweifel an der Schuld des Angeklagten. Das «Indizienmosaik» sei erstellt, hiess es in der Urteilsbegründung.

Die Leiche der Frau war am 1. Mai 2010 im Moorgebiet des Katzensees vor den Toren der Stadt Zürich zufällig entdeckt worden. Einen Selbstmord oder einen Unfall der 50-jährigen Frau schlossen die Untersuchungsbehörden rasch aus.

Anfang Dezember waren sie dann aufgrund der Indizien überzeugt, dass sie von ihrem Ehemann umgebracht worden ist. Auf welche Art und Weise und zu welchem Zeitpunkt der 55-Jährige die Frau tötete, konnte die Staatsanwaltschaft nicht ermitteln.

Verschiedene Indizien belasteten den Mann. So wurde die Leiche seiner Frau in dem Sumpfgebiet mit zwei Zementplatten und einer Auto-Kardanwelle beschwert, die zuvor beim Haus des Angeklagten gelagert waren. Auch eine SMS, die er an seine Geliebte in Bosnien geschrieben hatte, belastete ihn.

Ausserdem hatte die Ehefrau kurz vor ihrem Verschwinden einem Onkel telefonisch von einem heftigen Ehestreit mit ihrem Mann berichtet. Eine Scheidung der Eheleute sei zur Diskussion gestanden, sagte der Onkel als Zeuge.

Der Verteidiger hatte einen vollen Freispruch verlangt - nach dem Prinzip «im Zweifel für den Angeklagten». Unter anderem wies er darauf hin, dass die Platten und Autoersatzteile, die beim Opfer gefunden wurden, im Garten frei zugänglich waren und auch von jemand anderem weggenommen werden konnten.