Er selbst empfiehlt sich als «linke Alternative» zu den bisherigen Kandidaten. Den Entscheid habe er nach «diversen Ermunterungen aus der Bevölkerung und den bis heute bekannt gewordenen Kandidaturen» getroffen, schreibt Stadelmann im knappen Communiqué.

Der studierte Volkswirtschafter gehört der losen Gruppierung «Sozialistische Alternative» an. Deren Mitglieder sind der Überzeugung, dass im real existierenden Sozialismus «nicht alles nur schlecht war», wie Stadelmann auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte.

Bereits 2007 teilgenommen

Toni Stadelmann hatte bereits erfolglos an den Zürcher Ständeratswahlen von 2007 teilgenommen. Im ersten Wahlgang erhielt der Aussenseiter gut 1300 Stimmen, stieg dann aber aus gesundheitlichen Gründen aus.

Mit der Bekanntgabe Stadelmanns ist das Kandidatenkarrusell für den freiwerdenden Stadtratssitz auf vier Personen angewachsen. Die Freisinnigen wollen das Mandat mit dem 48-Jährigen Marco Camin verteidigen, die Grünliberalen treten mit dem 41-jährigen Kantonsrat Daniel Hodel an. Die Alternative Liste (AL) setzt auf den 55-jährigen Zürcher Gemeinderat Richard Wolff.