Das Obergericht Zürich musste sich mit einem ungeschickten Verbrecher beschäftigen: Der heute 27-jährige habe nach eigener Aussage in einer "Kurzschlussreaktion" gehandelt, als er am 27. 3. 2011 versuchte, ein Postauto beim Türlersee zu überfallen, schreibt die "20 Minuten". Mei einer "Chügeli-Pistole" habe der Mann den Chauffeur bedroht und "Geld her!" gefordert. Der Chauffeur sei auf die Drohungen nicht eingegangen, habe den Mann aufgefordert, das Postauto zu verlassen und ihn schliesslich als "Arschloch" beschimpft. Daraufhin habe der Täter die Nerven verloren: Er habe den Zündschlüssel des Postautos an sich genommen und sei mit seinem Auto geflohen. Der Busbetrieb habe erst mit einem Ersatzfahrzeug wieder aufgenommen werden können.

Nur einen Tag später sei der Mann mit 240 km/h durch den Uetlibergtunnel gerast. Um damit zu protzen, habe er ein "Selfie" erstellt und den Tachostand fotografiert. Das Bezirksgericht Affoltern habe ihn erstinstanzlich unter anderem wegen versuchten Raubes verurteilt. Der Verteidiger habe das Urteil weitergezogen. Das Obergericht habe nun die Strafe von 35 auf 30 Monate teilbedingt herabgesetzt, davon seien 10 Monate bedingt. Zudem müsse sich der Mann einer Psychotherapie unterziehen. (fwa)