TierRettungsDienst
In Kartonschachtel zurückgelassen: Katzenfamilie im Regen ausgesetzt

Eine Katzenmutter mit drei Jungkatzen wurde vor dem Gebäude der Stiftung TierRettungsDienst in Winkel im Kanton Zürich ausgesetzt. Zwei der drei Jungkatzen befanden sich in einem so schlechten Zustand, dass sie beim Tierarzt von ihrem Leiden erlöst werden mussten. Die Katzenmutter und das dritte Jungtier wurden nach der tierärztlichen Untersuchung zurück ins Tierheim Pfötli gebracht.

Sandra Havenith
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In einem Karton wurden die Katzen gefunden.

In einem Karton wurden die Katzen gefunden.

zvg

Am Donnerstagmorgen entdeckte eine Mitarbeiterin der Stiftung TierRettungsDienst eine Schachtel vor dem Stiftungsgebäude mit der Aufschrift «Hilfe uns». Durch eine Öffnung im Karton erkannte sie mehrere Katzen. Umgehend wurde die Polizei verständigt, um Anzeige gegen Unbekannt zu erstatten.

Eine erste Untersuchung vor Ort zeigte, dass sich zwei der drei Jungkatzen in einem sehr kritischen Gesundheitszustand befanden, sodass die Katzenfamilie sofort zum Tierarzt transportiert wurde. Die beiden verwahrlosten drei Wochen alten Jungkatzen mussten beim Tierarzt eingeschläfert werden. Eine Operation der stark erkrankten Augen wäre in diesem Gesundheitszustand und jungen Alter nicht möglich gewesen.

Die Mutter und das sechswöchige Jungtier wurden durch den Tierrettungsdienst mit der Diagnose Katzenschnupfen zurück ins Tierheim Pfötli gebracht. Dort werden sie tiermedizinisch versorgt und fachgerecht gepflegt.

Aussetzen ist keine Option

Es kommt immer wieder vor, dass Tiere nicht mehr erwünscht sind und kurzerhand «entsorgt» werden. Die Gründe reichen von fehlendem Interesse über gesundheitliche Probleme oder Überforderung bis hin zu ungeplantem Nachwuchs.

«Es gibt keinen Grund, der das Aussetzen von Tieren rechtfertigt», sagt Nina Taddei, Mediensprecherin. Wer ein Tier aussetzt, muss mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe rechnen. Dabei gibt es viele Organisationen, bei denen kostenlos und ohne Angabe von Gründen das Tier in Obhut gegeben werden kann.

«Haben Sie den Mut und geben Sie das Tier bei uns im Tierheim Pfötli ab. Hauptsache, es wird nicht ausgesetzt».