Gestartet wurde das neue Bewilligungsverfahren gemäss Prostitutionsgewerbeverordnung (PGVO) am 8. Januar. Sowohl die Einführung der Kontroll- und Beratungsgespräche als auch der Ticketautomaten sind ohne Probleme erfolgt.

Voraussetzung für eine Bewilligung zur Strassenprostitution ist einerseits der Nachweis von formellen Kriterien wie beispielsweise Krankenversicherung und Erwerbsberechtigung, die von der Stadtpolizei geprüft werden. Andererseits führen Betreuerinnen der Sozialberatung Flora Dora ein Beratungsgespräch durch.

An den Ticketautomaten, die am Sihlquai und im Niederdorf in Betrieb sind, zahlen Prostituierte eine Gebühr von 5 Franken. Damit dürfen sie eine Nacht lang in bestimmten Zonen tätig sein.

Nur wenige Gesuche abgelehnt

In der Zeit vom 8. Januar bis zum 28. Februar wurden 124 Gesuche behandelt, 113 davon bewilligt und elf abgelehnt. Wegen Verstössen gegen die PGVO musste eine Bewilligung entzogen werden, sechs Mal wurde der Entzug angedroht. Die Einnahmen aus den Bewilligungen beliefen sich auf 4520 Franken, und aus dem Ticketverkauf wurden rund 10'600 Franken erlöst.

Im selben Zeitraum erfolgten 164 Verzeigungsrapporte wegen Strassenprostitution ausserhalb der bewilligten Strichzonen, 106 davon im Kreis 4. Dabei wird nicht nur gegen die Prostituierten vorgegangen, sondern auch gegen ihre Kunden, wie es in der Mitteilung heisst.