Kontrolliert wurde der Verkauf von Zigaretten, Bier und Wein an unter 16-Jährige und der Verkauf von Spirituosen beziehungsweise Mischgetränke wie Alcopops und Longdrinks an unter 18-Jährige. Die insgesamt 135 Testkäufe fanden in verschiedenen Betrieben wie Kiosken, Verkaufsläden, Tankstellenshops, Restaurants und Festwirtschaften statt.

Dabei erhielten die 14- bis 17-Jährigen in rund 43 Prozent der Fälle alkoholhaltige Getränke, die ihnen nicht hätten verkauft werden dürfen. Dies teilte die Stadtpolizei Zürich am Dienstag mit. Im Vorjahr waren es noch 57 Prozent. Bei den Tabaktestkäufen erhielten die 14- und 15-jährigen Schüler in rund 21 Prozent der Fälle Tabakwaren (Vorjahr: 36 Prozent).

Verkäufern droht Patententzug

Die verantwortlichen Verkäufer der getesteten Betriebe wurden beim Stadtrichteramt Zürich angezeigt. Den Patentinhaber drohen empfindliche verwaltungsrechtliche Massnahmen, ein befristetes Verkaufsverbot für Alkohol oder gar ein Patententzug.

Die Testkäufe durch das Blaue Kreuz, die Suchtpräventionsstelle der Stadt Zürich und der Wirtschaftspolizei der Stadt Zürich werden auch im Jahr 2018 weiter geführt, heisst es weiter.