Jugendschutz

Testkäufe in Zürich: 40 Prozent der Jugendlichen erhalten Alkohol

Die Bilanz der Alkohol- und Tabaktestkäufe der Polizei fallen bedenklich aus (Themenbild).

Die Bilanz der Alkohol- und Tabaktestkäufe der Polizei fallen bedenklich aus (Themenbild).

Die Bilanz der Alkohol- und Tabaktestkäufe 2014 in Zürich fiel nach Angaben der Stadtpolizei «erneut bedenklich» aus.

Die Stadtpolizei kontrollierte im letzten Jahr an insgesamt 140 Orten zusammen mit dem Blauen Kreuz und der städtischen Suchtpräventionsstelle Kioske, Kleinverkaufsstellen, Tankstellenshops, Restaurants und Festanlässe. Es wurde getestet, ob beim Alkoholverkauf das Jugendschutzgesetz eingehalten wird.

Besonders oft werde bei temporären Festbetrieben Alkohol an Minderjährige verkauft, heisst es in der Mitteilung vom Mittwoch. Kontrolliert wurde auch die Abgabe von Bier und Wein an unter 16-Jährige und von Spirituosen und Mix-Getränke an unter 18-Jährige. In 40 Prozent der Fälle erhielten Jugendliche alkoholische Getränke, die ihnen die Betriebe nicht hätten verkaufen dürfen (2013: 35 Prozent).

Bei 20 Tabaktestkäufen wurde den 14- und 15-jährigen Schülerinnen und Schülern in 20 Prozent der Fälle Zigaretten verkauft (2013: 13 Prozent).

Die Polizei verzeigte die jeweiligen Verkäuferinnen und Verkäufer. Die Patentinhaber müssen mit "empfindlichen verwaltungsrechtlichen Massnahmen" rechnen, wie es in der Mitteilung heisst. Dies kann ein befristetes Verkaufsverbot für Alkohol oder gar ein Patententzug bedeuten.

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