Asylpolitik

Test für beschleunigte Verfahren startet fristgerecht

Asylunterkunft auf dem Zürcher Juch-Areal

Asylunterkunft auf dem Zürcher Juch-Areal

Ab Januar 2014 werden Asylsuchende in Zürich-Altstetten untergebracht, rund 30 Mitarbeitende des Bundesamtes für Migration (BFM) beginnen ihre Arbeit im Verfahrenszentrum in Zürich-West.

Claudio Martelli, Projektleiter Testbetrieb beim Bundesamt für Migration

Claudio Martelli, Projektleiter Testbetrieb beim Bundesamt für Migration

Im Zentrum Juch in Zürich-Altstetten werden rund 300 Personen betreut, die sich im beschleunigten Verfahren des BFM befinden, wie das BFM am Dienstag mitteilte. Die maximale Aufenthaltsdauer der Asylsuchenden im Zentrum beträgt 140 Tage.

Im Rahmen des Testbetriebs wird das BFM die neuen, beschleunigten Verfahren prüfen. Dafür richtet es an der Förrlibuckstrasse ein Verfahrenszentrum mit rund 30 Mitarbeitenden ein.

Die Asylsuchenden werden dem Testbetrieb nach dem Zufallsprinzip zugeteilt. Sie erhalten neu eine unentgeltliche Rechtsvertretung, welche sie berät und unterstützt.
Laufende Überprüfung

Das BFM lässt die Testphase extern evaluieren. Zusätzlich hat eine Begleitgruppe, zusammengesetzt aus Expertinnen und Experten von Kantonen und Fachorganisationen, die Aufgabe, die Erkenntnisse aus der Testphase zu analysieren und Empfehlungen zur Umsetzung zu erarbeiten.

Bereits während der Testphase habe das BFM ein hohes Interesse an der laufenden Verbesserung der Prozesse, um damit optimale Grundlagen für die Neustrukturierung des Asylwesens zu schaffen, heisst es in der Mitteilung.

Die Stadt Zürich und das BFM hatten Anfang Februar eine andere Lösung präsentiert. Diese sah eine Container-Siedlung für 500 Asylsuchende auf dem Duttweiler-Areal in Zürich-West vor. Das Projekt mitten im Boomquartier hatte vor allem bei Anwohnern harsche Kritik ausgelöst. Mitte Juni wurde dann für den Testbetrieb die neue Lösung mit zwei Standorten vorgestellt.

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