Zürich

Terrorgefahr: Hohe Sicherheitskosten belasten das Portemonnaie der Street Parade

Hohe Sicherheitskosten machen den Organisatoren der Street Parade zu schaffen. Neue Sponsoren und ein neues Konzept sollen nun weiterhelfen.

Nach dem Terroranschlag in Nizza und der Amoktat in München herrsche auch für die Schweiz immer noch eine erhöhte Bedrohung, sagt die Sprecherin der Stadtpolizei Zürich auf Anfrage. Wie schon im letzten Jahr soll deshalb auch bei der 26. Ausgabe der Zürcher Street Parade am 12. August die Präsenz der Sicherheitskräfte hoch sein, berichtet die «NZZ».

Die Aufwendungen für die Sicherheit macht sich vor allem in der Buchhaltung des Vereins Street Parade Zürich negativ bemerkbar. So habe der Verein im vergangenen Jahr ein Defizit von rund 110 000 Franken verzeichnet – trotz Sonnenschein, vielen Besuchern und einem Budget von 2.5 Millionen Franken, schreibt die «NZZ». Die Reserven der Vorjahre sind damit aufgebraucht. Gründe dafür würden in den horrende Ausgaben für die Sicherheit liegen, sagt Stefan Epli, Sprecher der Street Parade. Genaue Zahlen will er jedoch nicht nennen.

Terrorgefahr an Street Parade

Terrorgefahr an Street Parade

Wo grosse Menschenmassen zusammenkommen, ist auch die Terrorangst im Hinterkopf. Dieses Jahr sind so viele Sicherheitskräfte vor Ort, wie noch nie.

Kein Geld vom Lotteriefonds

Trotz des Defizits will der Verein keine Gelder beim kantonalen Lotteriefonds beantragen, heisst es weiter. Vielmehr liegen die Hoffnungen auf den neuen Sponsoren. So wird in diesem Jahr die Migros mit ihrer Marke «M-Budget» als grosser Sponsor auftreten.

Des Weiteren strebt der Verein eine Konzept-Änderung an. «Weniger Fasnacht, mehr Kultur», sagt Epli. Man will weg vom Hitparaden-Sound und «zurück zu technoideren Klängen». Dafür spannen die Verantwortlichen der Street Parade erstmals seit Langem wieder mit Exponenten des Zürcher Nachtlebens zusammen. (lgi)

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