Die Übernachtungszahlen von Gästen aus den Golfstaaten stiegen im ersten Halbjahr 2016 um stolze 19 Prozent, verglichen mit dem ersten Halbjahr 2015. Kein anderer Markt legte derart zu wie die arabischen Gäste aus Saudiarabien, Kuwait und anderen Ländern am Golf.

Touristen aus anderen fernen Märkten meiden hingegen Europa. Dies erkläre sich zum Teil durch die Terrorangst, schreibt Zürich Tourismus in einer Mitteilung vom Freitag. Eine andere Destination suchten sich vor allem die Russen (-13,9 Prozent), Japaner (-5,9 Prozent) und Inder (-7,5 Prozent).

Biometrisches Visum für Chinesen

Auch Chinesen sind derzeit seltener auf Zürichs Strassen anzutreffen (-13,5 Prozent). Ihr Wegbleiben hat allerdings nicht nur mit Terrorangst zu tun, sondern auch mit erschwerten Einreisebedingungen.

Seit November 2015 können Chinesen nur noch mit einem biometrischem Visum in die Schweiz reisen. Um diese auszustellen, wurden in China kürzlich zusätzliche Anlaufstellen eröffnet. Zürich Tourismus ist deshalb optimistisch, dass künftig wieder mehr Chinesen ihre Ferien in der Schweiz und somit auch im Raum Zürich verbringen.

Vermehrt im Raum Zürich schlafen hingegen europäische Gäste: Briten (+ 6,5 Prozent), Italiener (+5,4 Prozent) und Spanier (+6,2 Prozent). Der grösste Markt sind aber nach wie vor die Schweizer Gäste mit über 507'000 Übernachtungen. Sie legten gegenüber der Vorjahresperiode um 6,3 Prozent zu.

Dadurch konnten die Übernachtungszahlen in der Tourismusregion Zürich insgesamt doch noch zulegen (0,7 Prozent). 2,6 Millionen Nächte verzeichnete die Region im ersten Halbjahr.