Eowyn, der Alphakater der 51-jährigen Katzenbesitzerin, hat seinen Mitbewohner Kukeli stets vom Fressnapf weggestossen und öfter durch die ganze Wohnung gejagt. Der unterlegene Kater Kukeli wusste darauf nichts anderes mehr, als sich unter dem Sofa zu verstecken, wobei er nicht genug fressen konnte und zunehmend verwahrloste.

Wie die Zürichsee-Zeitung berichtet, argumentierte die Staatsanwalt damit, die Halterin hätte Kukeli zu wenig umsorgt. Ausserdem hätte sie es nicht zulassen dürfen, dass der böse Eowyn seinen Artgenossen derart quälte. Sie habe damit ihre Pflichten als Tierhalterin verletzt.

Herausgekommen war das Ganze, als die Besitzerin - sie ist Ärztin und Psychologin - mit Kukeli zur Tierärztin ging. Das Fell des Katers war verfilzt, zudem litt das Tier an Zahnstein und entzündetem Rachen. Die Tierärztin nahm ihr die Katze umgehend weg.

Die Katzenhalterin erklärte Kukelis Zustand mit früheren Leiden und Operationen. Das Gericht schenkte dem keinen Glauben und verurteilte die Frau zu einer bedingten Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu 150 Franken.