Ein kleiner, braunweiss gestreifter Kopf mit rüsselartiger Nase ragt aus dem Bassin. Tapirbub Lajas paddelt durchs Wasser, bis er wieder Grund unter den Hinterfüssen fühlt. Dann steigt er hinaus, glitzernd wirbeln die Tropfen. Hinter dem Kleinen schnauft behäbig Mama Amata an Land und macht sich sofort auf den Weg, um von den den nächsten Laubästen zu naschen. Lajas zottelt eifrig hinterher.

Schon eine Woche nach seiner Geburt in der Nacht zum 31. Mai habe sich Lajas erstmals ins Wasser getraut, berichtet Furrer. Er schwimme noch nicht gut, vermöge sich aber über Wasser zu halten. Der Kleine sei "sehr vif", brauche aber noch viel Schlaf und lege sich dazu am liebsten unter ein kleines Gestrüpp.

Hier zeigt sich, dass die braun-weisse Färbung des Jungtiers der Tarnung dient: Im Spiel von Licht und Schatten ist er leicht zu übersehen. In seiner Heimat Südamerika wäre er so vor Jaguaren geschützt. Die wagen sich zwar nicht an erwachsene Flachlandtapire, schnappen sich ein ungeschütztes Junges aber gern.

Bezug von neuem Gehege

Lajas ist das fünfte Jungtier von Amapa, die 2000 in Zürich geboren wurde. Vater ist der 2002 in Hamburg geborene Mato. Im Zoo Zürich leben seit 1934 Flachlandtapire. Seither gab es bereits 26 mal Nachwuchs.

In den ersten zwei Monaten lebt nun Lajas mit seiner Mutter allein. Nachher wird er mit Vater Mato bekannt gemacht. Die Tapire bewohnen künftig zusammen mit Ameisenbären und Capybaras die neue Anlage "Pantanal", die im Frühling 2012 offiziell eröffnet wird.