Winterthur
Tanzdemo: Verletzte Frau geht nicht vor Bundesgericht

Wegen des Polizeieinsatzes an der Winterthurer Tanzdemo vom Herbst 2013 wird es kein neues Strafverfahren geben: Die junge Frau, die an jenem Abend eine Verletzung am Auge erlitt, gelangt nicht ans Bundesgericht.

Merken
Drucken
Teilen
An der Tanzdemo standen im September 2013 linke Demonstranten der Polizei gegenüber. Die Bilanz am Ende: 100 Verhaftungen, ein Dutzend Verletzte.

An der Tanzdemo standen im September 2013 linke Demonstranten der Polizei gegenüber. Die Bilanz am Ende: 100 Verhaftungen, ein Dutzend Verletzte.

Keystone

Es liege ein Beweisnotstand vor, sagt deren Anwalt Markus Bischoff und bestätigt damit einen Bericht von "Schweiz aktuell" von SRF vom Dienstagabend. Die entscheidende Szene sei nicht gefilmt worden.

Damit lässt sich nicht beweisen, dass die damals 19-jährige Frau durch ein Gummischrot-Geschoss der Polizei am Auge verletzt wurde, wie sie geltend machte.

Die Staatsanwaltschaft hatte kein Fehlverhalten der Polizei erkannt und deshalb das Verfahren eingestellt. Die Verletzte focht diesen Entscheid vor dem Zürcher Obergericht an. Dieses sah im Juni ebenfalls keine Anhaltspunkte für eine "vorschriftswidrige Schussabgabe" und sprach von einer möglichen Verletzung durch einen Ellbogen oder Stockstoss.

Mit dem Verzicht auf den Gang ans Bundesgericht wird die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft rechtskräftig.