Stadt Zürich
Tagesfamilien erhalten ab 2018 mehr Geld

Tagesfamilien in der Stadt Zürich werden ab 2018 besser für die Kinderbetreuung entschädigt. Der Basislohn wird von 5.64 auf 6.50 Franken pro Betreuungsstunde angehoben. Dies bedeutet für die Stadt Zürich Mehrausgaben von 280'000 Franken jährlich.

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Ab 2018 erhalten Tagesfamilien 6.50 Franken pro Betreuungsstunde. (Symbolbild)

Ab 2018 erhalten Tagesfamilien 6.50 Franken pro Betreuungsstunde. (Symbolbild)

Keystone

Die Tagesfamilienbetreuung sei ein wichtiger Zweig der familienergänzenden Betreuung in der Stadt Zürich, teilte der Stadtrat am Mittwoch mit. Sie ergänze das Angebot von Kitas und schulischen Betreuungsangeboten und ermögliche vor allem Eltern mit flexiblen Arbeitsverhältnissen und unregelmässigen Arbeitszeiten und -tagen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

In der Stadt Zürich ist die Stiftung Gemeinnützige Frauen Zürich (GFZ) die einzige Vermittlungsstelle für Tagesfamilien. 2016 gab es 93 Tagesmütter und -väter in der Stadt Zürich.

Neu gelten seit Anfang 2017 für alle Betreuungspersonen in Kitas und Tagesfamilien die gleichen Anstellungsbedingungen. Die Stiftung GFZ entspreche damit einer Empfehlung des Verbandes Kinderbetreuung Schweiz (kibesuisse). Tagesmütter oder -väter profitieren so von deutlich verbesserten Leistungen im Falle von Krankheit, Unfall oder Mutterschaft sowie von höheren Lohnnebenleistungen.

Dies bedeutet einen Mehraufwand bei den Personalkosten in der Höhe von rund 70'000 Franken. Zudem wird ab 2018 der Basislohn von 5.64 auf 6.50 Franken angehoben, was zu einem zusätzlichen Mehraufwand von 370'000 Franken führt.

Um den Mehraufwand der Stiftung GFZ zu decken, hat der Stadtrat beschlossen, den Kostensatz für subventionierte Betreuungsplätze in Tagesfamilien von 10.40 auf 11.60 Franken anzuheben. Die Beiträge des Sozialdepartements an die Tagesfamilienbetreuung erhöht sich deshalb für die Jahre 2018 bis 2021 um rund 280'000 Franken auf neu 1,8 Millionen Franken.