Eine Swiss-Sprecherin bestätigte am Dienstag einen entsprechenden Bericht von cash.ch. Der Vorfall habe sich am 2. Juli auf dem Flug LX-456 von Zürich nach London City ereignet, sagte Swiss-Sprecherin Sonja Ptassek auf Anfrage. Rund 25 Minuten nach dem Start um 11.35 Uhr in Zürich sei in der Kabine der Druck abgefallen. Ursache dafür sei ein technisches Problem gewesen, das nun genau abgeklärt werde.

Der Pilot leitete danach über Frankreich einen Sinkflug ein und entschloss sich, nach Zürich zurückzukehren, wo die Maschine 40 Minuten nach dem Zwischenfall zur Landung ansetzte. Für die 93 Passagiere an Bord habe zu keinem Zeitpunkt Gefahr bestanden, sagte Ptassek.

Kabinendruckabfälle sind laut Ptassek Einzelfälle. Ganz normal sei bei solchen Zwischenfällen, dass Sauerstoffmasken ausgelöst und Generatoren in Gang gesetzt worden, die mittels einer chemischen Reaktion Sauerstoff erzeugen. Dabei entstehe Wärme und der Geruch nach Eisen. Je nach Situation könne es auch zu einer Trübung der Sicht kommen, sagte Ptassek.

Der Pilot hätte laut Ptassek nicht notgedrungen nach Zürich zurückkehren müssen. Bei Druckabfällen müssten Piloten nur das Flugzeug auf eine Höhe bringen, auf der die Passagiere normal atmen können. Danach könnten sie weiter fliegen, so lange Treibstoff vorhanden sei. Der Pilot des Fluges LX-456 habe sich zur Rückkehr entschlossen, weil der Flughafen Zürich noch nicht allzu weit entfernt war.