Alle anderen Stadträtinnen und Stadträte behalten ihre Departemente. Lisibach wird sein neues Amt am 1. Mai antreten. Viel zu diskutieren gab es für die Stadträte und Stadträtinnen am Mittwoch nicht: Die konstituierende Sitzung dauerte gerade mal Stunde.

In den Vorgesprächen habe sich bereits abgezeichnet, dass alle Bisherigen in ihren Ressorts bleiben wollten, sagte Stadtpräsident Michael Künzle. "Das ist sehr verständlich." Einige seien noch nicht lange im Amt und wollten Projekte, die sie angestossen hätten, noch weiter begleiten.
Eigentlich lieber im Polizeidepartement

Für Lisibach blieb somit nur das frei werdende Baudepartement übrig, das letztmals von 2002 bis 2006 in bürgerlicher Hand war. "Natürlich hätte ich lieber die Polizei übernommen", räumte der Kantonspolizist ein. Aber nun freue er sich auch sehr auf das Baudepartement. Es sei ein wichtiges Departement mit vielen hervorragenden Mitarbeitenden.

Als Bauvorsteher wird er sich künftig also mit Knacknüssen wie der Parkplatzverordnung beschäftigen. "Wir wussten, dass Josef Lisibach gerne das Polizeidepartement übernommen hätte", sagte Künzle. Doch man müsse das Gesamte betrachten. Die jetzige Lösung sei die beste. Zudem habe Lisibach während des Wahlkampfes immer betont, dass er für jedes Departement offen sei.

Die Departemente sind damit folgendermassen verteilt: Stadtpräsident ist Michael Künzle (CVP), Vizepräsident Werkvorsteher Matthias Gfeller (Grüne), für die Polizei ist Barbara Günthard-Maier (FDP) zuständig, für das Soziale Nicolas Galladé (SP), für die Finanzen Yvonne Beutler (SP) und für die Schule FDP-Stadtrat Stefan Fritschi.