Die Nominationen an der ausserordentlichen Delegiertenversammlung am Mittwochabend erfolgten praktisch ohne Gegenstimmen. Die Gesamterneuerungswahl der Stadtregierung findet am 9. Februar 2014 statt.

Der 46-jährige Scheck sitzt für die SVP im Gemeinde- und im Kantonsrat. Der diplomierte Ingenieur hob seine Kompetenz in Verkehrs-, Tief-, und Hochbaufragen hervor. Zudem habe er jene Führungserfahrung, die im jetzigen Stadtrat fehle, sagte er. Scheck wurde mit 51 zu 0 Stimmen gewählt.

Die 32-jährige Nina Fehr Düsel ist in der SVP 7/8 aktiv. Die Juristin beschäftigt sich beruflich vor allem mit Versicherungsfragen. Die Politik sei ihr als Tochter von Nationalrat Hans Fehr seit Kindheit an vertraut. Sie sei überzeugt, für das Stadtratsamt alle nötigen Fähigkeiten mitzubringen. Gewählt wurde sie mit 50 Stimmen, bei einer Enthaltung.

In den Kampf ums Stadtpräsidium schickt die SVP keinen eigenen Kandidaten. Sie unterstützt FDP-Mann Filippo Leutenegger, der Corine Mauch (SP) angreifen wird. Leutenegger sei für die SVP ein „mehr als nur wählbarer Kandidat", sagte Stadtparteipräsident Roger Liebi.

Liebi hofft, dass alle bürgerlichen Parteien sich für das Gesamtwohl von Zürich einsetzen. Nur wenn SVP, FDP und CVP sich gegenseitig unterstützten, könne die Dominanz von Rot/Grün gebrochen werden. Die SVP ist seit 1990 nicht mehr im Stadtrat vertreten.

Bei den Erneuerungswahlen vom kommenden Frühling wieder antreten werden die Bisherigen Corine Mauch (SP), André Odermatt (SP), Claudia Nielsen (SP), Daniel Leupi (Grüne), Richard Wolff (AL), Gerold Lauber (CVP) und Andres Türler (FDP). Mit Martin Waser (SP) und Ruth Genner (Grüne) treten zwei Linke nicht mehr an.

Die Grünen wollen Genners Sitz in der Stadtregierung mit Markus Knauss verteidigen. Die FDP will den an die AL verlorenen Sitz mit Filippo Leutenegger zurückerobern. Zudem greift sie auch das Präsidium an.

Interessiert an einem Stadtratssitz ist auch die EVP. Walter Wobmann tritt als Kandidat der Schweizer Demokraten an, Peter Keel für die Piratenpartei.